Donnerstag, 9. Oktober 2014
Wenn ihr irgendwo eine Webseite wisst, wo man eMüll-Adressen eintragen kann, die dann zugespammt werden, dann hab ich hier ein paar ganz heiße Kandidaten:
rafal.top (ät) os.pl
andrzej (ät) o2.pl
zenek.bloger (ät) go2.pl
Das sind die eMüll-Adressen, die ein paar polnische Arschlöcher heute gut zwanzig Mal in meinem Blog hinterlassen haben.
Respekt.
So zerstört man gleich den Ruf eines ganzen Landes. Ich werde nie wieder einem Polen unvoreingenommen gegenüber treten können.
Mittwoch, 8. Oktober 2014
Neulich hab ich noch meinen KFZ-Lebensabschnittsgefährten gelobt; dass der jetzt 10 Jahre alt ist und ich nichts nennenswertes reparieren musste (bis auf normale Verschleißteile und den Endtopf, der wohl innerlich vergoldet sein muss, denn äußerlich war das Ersatzteil ganz profan verzinkt).
Das sind dann so die Sprüche, die man besser lässt, weil man damit … irgendwas heraufbeschwört.
Denn kurz darauf hat mein CD-Player nichts mehr abgespielt. Das CD30 (ohne MP3) hat nach dem Einwerfen einer CD ein paar mal gewürgt und dann nur “Error CD” angezeigt. Na gut, habe ich mir gedacht, da muss ich mich mal schlausurfen. Alle Internetfunde mit den zugehörigen Suchbegriffen beschrieben aber Fehler, bei denen die CD nicht mehr rauskam. Das hatte ich ja nun nicht, denn Rein-Raus ging bei mir ja einwandfrei.
Kurz darauf hab ich eines Abends die Fahrertür aufgemacht — und der Griff blieb in der Stellung “außen” stehen. Mist.
Klar, zuviel gelobt.
Heute nun hatte ich ein kleinwenig Zeit, mir die beiden Sachen mal anzuschauen.
Angefangen habe ich mit dem Autoradio. Das Herausnehmen funktionierte ganz genauso wie im Großen Wagen. Flugs das Gerät mit ins Haus genommen und den Deckel heruntergeschraubt. Beim CD30 sind die Schrauben für den äußeren Deckel identisch mit denen, die das CD-Laufwerk halten, also konnte ich das auch direkt ohne weitere Schraubarbeiten herausnehmen. Nach kurzer Suche und einmal manuellem Drehen der CD war mir klar, was da los war: der Herr Junior hatte eine Hirschkäfer-Sammelkarte von irgendeinem Supermarkt versenkt …
So einfach der Ausbau und die Reparatur war, beim Wiedereinbau bin ich beinahe verzweifelt. Das Radio flutschte zwar einwandfrei rein in den Schacht, aber die letzten 10mm gingen einfach nicht. Die einzig mögliche Ursache war der Kabelbaum, soviel war mir schnell klar, aber der C-Corsa ist “untenrum” so verbaut, dass man nicht kurz mal eben hinten am Kabel ziehen kann. Hierzu musste erst noch die Verkleidung unterhalb des Lenkrades ab (2x T20) und das kleine Ablagefach unten links raus (das ist nur geklippst). Erst dann kam ich mit den Fingern an den Kabelbaum, und nach leichtem Zug ist das Radio auch ganz einfach an seinem Platz eingerastet.
Dann habe ich mich um den Türgriff gekümmert.
Das ist eine ganz andere Hausnummer, denn um überhaupt an den Griff ranzukommen, muss die Türinnenverkleidung weg. Das sind am unteren Rand 3 T20-Schrauben, unter dem (geklippsten) Hochtönergehäuse versteckt sich eine weitere. Genauso im Türgriff (dort sieht man wenigstens das Loch) und unter der Abdeckung, die rings um den Türöffnerhebel eingeklippst ist. Ich habe desweiteren den Dichtgummi oben am Blechfalz weggebaut, an dem auch der Filz hängt, an welchem die Scheibe immer “schleift”. Das ist im Prinzip ein Sonder-Kantengummi, und dafür habe ich die Scheibe ganz runter. Nun sieht man am Blechfalz vier Klammern. Die habe ich mit einem Schraubendreher von der Scheibenseite nach oben herausgehebelt. Dann fallen die auch direkt runter, was aber den Vorteil hat, dass man nun endlich das vergleichsweise große Verkleidungsteil über den Türöffnerhebel und den “Drücker” ausfädeln kann, nachdem man es vorsichtig so weit vom Blech weggehebelt hat, dass die weißen (Einweg-)Verkleidungszapfen los sind.
Dann endlich kann man die Folie zerreißen, die heutzutage als Dampfsperre an jeder besseren Autotür klebt. Und wenn man sich dann noch eine Taschenlampe besorgt, sieht man unter Umständen auch direkt, wo das Problem ist.
Ich hab es nicht gleich gesehen, aber nach ein paarmal Griff-heben und senken ist mir ein langer silberner Stift aufgefallen, der da unmotiviert waagerecht an dem Kunststoffteil rumhing. Der Stift, das war die Welle, um die sich die kunststofferne Griffmechanik dreht, und das hintere der beiden Gelenke hatte wegen dem weggewanderten Stift schlicht keinen Dreh- und Angelpunkt mehr. Nachdem ich den Stift wieder gute 5cm in Richtung Türschloss geschoben hatte, ging der Griff auch wieder so, wie ich das 10 Jahre lang gewohnt war. Wen’s ernsthaft interessiert: hier habe ich ein Foto von so einem Türgriff gefunden.
Den Zusammenbau habe ich dann “ganz einfach” in umgekehrter Reihenfolge erledigt: Dampfsperre mit Tesa flicken, die Blechklammern in die Aussparungen (!) oben am Blechfalz einklinken, Verkleidung über “Drücker” und Türöffner fädeln, dabei darauf achten, dass das Ding auch oben sauber in den Blechklammern hängt. Ein paar kräftige Schläge an den richtigen Stellen für die weißen Zapfen. Dann die sechs T20-Schrauben wieder reinwürgen (wir wiederholen: eine am Griff, eine am Türöffner, eine unter dem Hochtönergehäuse und drei an der Unterkante der Türverkleidung). Die Kantenleiste wieder oben draufdrücken (am Besten bei hochgelassenem Fenster). Die Verkleidung um den Türöffnerhebel wieder aufklippsen und zum Schluss das Hochtönergehäuse mit den unsäglichen weißen Verkleidungsklippsen.
Nu isser wieder okay, mein braver Corsa!
Freitag, 3. Oktober 2014
Das hier war unser Sonnenaufgang am letzten Montag des Septembers. Besonders schön um die 15. Sekunde herum, weil da — wie aus dem Nichts — Wolken am Himmel erscheinen.
Sunrise 20140929 from Wolfram Strempfer on Vimeo.
(Die Fotos habe ich mit der Timelapse-Funktion meiner Panasonic FT5 über einen Zeitraum von etwa 1,5h gemacht, ab 5:30 Uhr alle 10 Sekunden ein Foto. Dann wurden die Bilder verkleinert mit sips im Terminal und zusammengesetzt mit dem wunderbaren MPEG Streamclip von Squared 5)
Sonntag, 28. September 2014
Surft man mit einem Mac mit dem Safari mit ohne installiertem Flashplugin (was ich übrigens sehr empfehlen kann!) zu Spiegel Online und will sich dort ein Video anschauen, dann endet das so:
Ach? Version 0.0 ist installiert?! Und ich kriege nichts zu sehen?
Dabei funktioniert auch Spiegel Online wunderbar, wenn man schlicht den User Agent auf “iPad” stellt. Die i-Geräte haben ja bekanntermaßen kein Flash drauf, und wenn man dem Spiegel einen solchen Spiegel vorhält, dann klappt’s auch mit den Videos:
Auch bei Youtube hakt’s mit dem Safari mitunter, und dort funktioniert derselbe Trick. Allerdings liefert Youtube für i-Geräte eine Mobilvariante mit dicken dicken Buttons aus. Wer das nicht haben will, stellt den Safari auf “Internet Explorer 10” (!!!) — der kriegt komischerweise eine flashfreie Version zu sehen.
Der Spaß mit dem User-Agent funktioniert bei sehr vielen Internetseiten, die sich’s mit der i-Geräte-Klientel nicht versauen wollen.
Ich habe mir das Flashplugin aus mehreren Gründen nicht installiert:
- Die Batterie hält dann einiges länger
- Ich muss nicht jeden zweiten Tag irgendeine ominöse Adobe-Software updaten
- Flash-Monstercookies (LSOs) haben so natürlich keine Chance
- Auch Flash-Werbung sehe ich nicht, auch nicht bei abgeschaltetem Adblock Edge.
- wenn ich doch mal auf eine Seite surfen muss, die unbedingt das Flashplugin braucht, dann nehm ich den Chrome; da ist Flash eingebaut und Sandgeboxt.
Was uns zum nächsten Thema nach dem Flash führt: die Wahl des Browsers.
Ich surfe leidenschaftlich gern mit dem Safari, weil der auf dem Mac einfach am Besten fluppt. Etwas gepimpt mit Ghostery und Adblock, und los geht’s.
Allerdings hat der Safari so seine Problemchen, wenn es um den Betrieb hinter einem Authenticated Proxy geht. Das habe ich in der Arbeit. Dort surfe ich deshalb mit dem Firefox, denn der ist an der Stelle dank seiner Einstellungsmöglichkeiten klar die bessere Wahl.
Den Chrome nehme ich für Google-Sachen (Google+-Login, Hangouts, Drive) sowie (wenn’s mir langweilig ist) für Seiten, die partout nach dem Flash-Plugin verlangen. Auch zum Router Resetten tut bei mir nur der Chrome.
Google hat es ja tatsächlich doch noch geschafft, auch in die neue Version von Maps einen Entfernungsmesser reinzubauen. Im guten alten Maps war dieses Feature über die Maps Labs zugänglich.
In den neuen Maps macht man schlicht einen Rechtsklick irgendwo in die Karte:
Dann klickt man sich seinen Pfad zusammen:
Und schon sieht man sowohl oben links als auch direkt in der Karte, wie weit das nun war.
Schick!
Und recht praktisch, wenn man beispielsweise mit dem Hund im Wald unterwegs war und keine Ahnung hat, wie weit.
Durch Zufall habe ich gerade entdeckt: Wenn man den Pfad zumacht, (also Anfangspunkt = Endpunkt), dann zeigt Maps die eingeschlossene Fläche an.
Heute Nachmittag war ich eine Runde mit dem Hund im Wald. Es ist wohl wieder Pilzsaison, denn überall sprießen beziehungsweise schießen die Dinger. Neben diesem recht großen (leider schon abgebrochenen) Fliegenpilz haben wir viele viele viele weitere Pilzarten gesehen, kleine Ziegenbärtchen, gelbe und weiße mit abgerundetem Hut, trichterförmige, Champignonähnliche, einige verschiedene Röhrlinge und und und.
An einer Stelle am Waldrand gibt es Drüsiges Springkraut, auch Indisches Springkraut genannt. Ich habe mich über die knalligen Farben gefreut und dass so viele Hummeln dort emsig am Arbeiten sind. Die Wikipedia sagt aber, dass man stattdessen die Pflanze lieber bekämpfen sollte. Googelt man “Indisches Springkraut”, dann stößt man auf Seiten, die von einem “stark invasiven Problem-Neophyt” berichten. Die Hochschule Rottenburg titelt gar “Das Indische Springkraut und die grauenhaften Folgen”.
Hmmmm.
Da heute so schönes Endseptemberwetter ist, konnte ich auch ein paar Fotos mit Sonne und Wald schießen. Zum Beispiel das hier:
Montag, 22. September 2014
Drosophilia-Vermehrungs-Unterbindungs-Maßnahme
Oder: mein erster selbstgebackener Zwetschgenblootz
Sonntag, 21. September 2014
So kann man das Buch beschreiben, welches ich in der Mikrominimalbücherei der Ferienwohnung entdeckt und gelesen habe.
Mir kam es beim Lesen zunächst so vor als wollte mich der Autor absichtlich im Unklaren lassen, da ich stets das Gefühl - jedoch nicht die Gewissheit - hatte, die Erzählung spielte in der Glanzzeit des Gröfaz.
Das Buch erzählt die Geschichte eines Jungen namens Bruno. Dessen Vater wird von Berlin nach “Aus-Wisch” versetzt, und die Familie muss mit umziehen. Dort wird Brunos Vater zum Lagerkommandant befördert. Aus der kindlich-naiven Sicht von Bruno werden die ungeheuerlichen Vorgänge im Konzentrationslager und seine Freundschaft mit dem hinter dem Zaun wohnenden polnisch-jüdischen Jungen Schmuel geschildert.
Wikipedia hat einen eigenen Artikel drüber.
… und wenn ihr keine Ahnung habt, was ihr treiben sollt, geht halt einfach mal nach Crailsheim, aufs Volksfest (oder Folxfescht, wie wir Eingeborenen sagen)
Insbesondere das Feuerwerk heute Abend dürfte den Pyromanen in uns erfreuen.
Wer lieber surft:
Man kann bei einem Canon-Tintendrucker so lange Düsen reinigen, wie man will, wenn nix mehr im Tintentank drin ist.
Insbesondere bei Patronen, die schon ein wenig länger im Gerät eingebaut sind, lohnt sich ein Blick auf die Patrone selbst, denn der bescheuerte Tropfenzählerchip zählt nur die Tropfen, die unten rausgehen und nicht die, die oben raus verdunstet sind.
Da an so einem Canon-Tintenpisser eigentlich immer mindestens eine Patrone leer ist, wenn man mal was drucken will, habe ich mich etwas durchs Netz geshoppt und inzwischen “meine” Patronenmarke für mich entdeckt; da kostet das Rainbowkit (also der Fünferpack mit allen Farben) grademal so viel wie 1,5 originale Patronen. Bei Interesse bitte PM.
Vielleicht kann mit dieser Info sonst noch jemand mit einem Pixma MG 5350 was anfangen.