Fort isser



Mit leichtem Herzschmerz habe ich mich im Juli endgültig von meinem treuen Corsa C 1.7 CDTI in Olympiablau-Metallic (Spitzname “Schlumpf”) getrennt, nachdem der Wagen schon seit Januar abgemeldet im Hof stand. Ein fahrender Händler wollte eigentlich ein anderes Auto in der Straße mitnehmen, aber da passten ihm ein paar Dinge nicht. Um nicht ganz ohne Auto heim zu kommen, hat er gefragt, ob denn mein Corsa noch zu haben sei. Und so kam es, dass das Auto auf seine alten Tage noch einem Porsche Cayenne hinterher gefahren ist. Das hier ist das letzte Foto, das ich von ihm gemacht habe:
20200718_corsa_an_porsche.jpg

* schnüff *

P.S.: ja, ich weiß, dass ich das Bloggen in letzter Zeit etwas vernachlässigt habe!

Donnerstag, 10. September 2020 by Wolfram
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Noch mehr Grenzgeschichten



Das mit der „Grenze zwischen Deutschland und Bayern“ ist tatsächlich nicht nur so daher gesagt.
6 Kilometer östlich von hier liegt Markt Schopfloch. Man könnte also in etwas über einer Stunde dorthin spazieren. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln geht das zwar auch, ist das aber ziemlich knifflig: Die üblichen Suchmaschinen melden direkt einen Fehler. Tatsächlich (ich habe es selbst zugegebenermaßen noch nicht ausprobiert) muss man zunächst 15km in die falsche Richtung, nach Crailsheim, fahren (Minimum 20 Minuten). Dort nimmt man einen Bus nach Dinkelsbühl (25km, 45 Minuten). Und von Dinkelsbühl aus geht es dann nach Schopfloch (7km, nochmal 20 Minuten). Und da sind jetzt noch gar keine Wartezeiten wegen Anschluss-Bussen mit eingerechnet. Da scheint der Vorschlag von Google, zuerst von Crailsheim mit dem Zug nach Dombühl zu fahren, gar nicht mehr so abwegig …

Auch jetzt, in Coronazeiten, wird die Grenz-Linie immer wieder deutlich sichtbar, weil in Bayern andere Regeln gelten. So sind die Baumärkte in Bayern geschlossen, die in BaWü aber haben geöffnet. Führt natürlich genau zu dem, was der Herr Söder damit eigentlich nicht bezwecken wollte - dass die Menschen aus Dinkelsbühl und Feuchtwangen nach Crailsheim in den Baumarkt fahren.

In Bayern dürfen die Leute nur mit einem triftigen Grund aus dem Haus (zum Beispiel zum Einkaufen). Ohne Grund kann die Polizei Strafen verteilen. So ist laut der Südwestpresse letzte Woche ein Pärchen aus Crailsheim nach Feuchtwangen gefahren, anscheinend nur, um dort einen Kindersitz zu entsorgen. Gab zwei Anzeigen, einmal wegen der illegalen Müllentsorgung und eine wegen dem Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz.

Dienstag, 14. April 2020 by Wolfram
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Nachreiche



Werte Leserinnen und Leser,
in unseren pandemischen Zeiten wird es ja - trotz der überaus wertvollen Tipps vom Postillon - immer mal wieder dazu kommen, dass man selbst etwas kochen muss. Falls dann ab Montag auch in Süddeutschland die Schulen zu machen, ist es um so wichtiger, dass das Essen auch den Kids schmeckt.

Mein Beitrag dazu ist die fotografische Nachreiche zu meinem Veggie-Marsch-Rezept vom vierten Advent.

Nachdem die Gemüsebrühe aufgekocht ist und das geschälte und geschnibbelte Gemüse drin versenkt wurde, muss das Gebräu erstmal vor sich hinköcheln:
20200312_veggiemarsch_kocht.jpg

Währenddessen kann man sich um die Zwiebeln kümmern und die mal scharf (aber nicht schwarz!) anbraten:
20200312_veggiemarsch_zwiebeln_anbraten.jpg

Eine Viertelstunde vor Kochzeitende habe ich meine Spätzle im Topf versenkt:
20200312_veggiemarsch_spaetzle_versenken.jpg

Das Ergebnis sieht in der Schüssel dann so aus:
20200312_veggiemarsch_fertig.jpg

Und obwohl wirklich weder Fleisch noch Wurst drin ist, hat sich der große Sohn gleich zweimal geholt. Scheint also zu funktionieren, das Rezept …

Freitag, 13. März 2020 by Wolfram
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Stories aus 2019 - Teil 6 (und Ende)



Als Abschluss-Beitrag habe ich noch ein paar Fotos ohne besondere Ordnung für euch.

Weil wir eine wasserdichte Kamera dabei hatten, haben die Damen recht ausdauernd probiert, so ein “Lange Haare aus dem Wasser schwingen”-Foto zu machen. Das hier ist eins von den Guten.
Côte d'Azur 2019

Eines Tages hatten wir Besuch im Mobile Home: Eine Gottesanbeterin hockte auf der Vorhangstange! Das sind mal Insekten mit Format, zumindest für mich süddeutsches Landei, der höchstens mal einen Maikäfer sieht.
Côte d'Azur 2019

Ein Highlight für mich ist das Frühstück: frisches Baguette mit Butter und Honig, dazu einen eisgekühlten Saft. Funktioniert daheim einfach nicht …
Côte d'Azur 2019

Wir konnten unsere Spuren im Sand hinterlassen.
Côte d'Azur 2019

Interessant fand ich, wie sehr das Strand-Hinterland von Fréjus den Ostsee-Dünen ähnelt.
Côte d'Azur 2019

So, nu is gut mit Côte d’Azur - ich schreib euch erst wieder was drüber, wenn wir nochmal dorthin gehen.

Sonntag, 8. März 2020 by Wolfram
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Stories aus 2019 - Teil 5



Für mich ein Highlight, für den Rest der Familie eher nicht, war der Besuch der Ruinen des Staudamms von Malpasset.

Côte d'Azur 2019

Malpasset war bis 1959 der Name einer Ortschaft im Hinterland von Fréjus. Die Ortschaft wurde ausgelöscht, als der Staudamm Im Dezember ’59 brach.
Côte d'Azur 2019
Wenn man sich anschaut, wo die riesigen Bruchstücke der ehemaligen Staumauer heute liegen, kann man erahnen, wie viel vernichtende Energie das Wasser mitbrachte.

Auch der schönste Urlaub geht irgendwann mal zu Ende, und auf der Rückfahrt haben wir uns auf einen Zwischenstopp in Monaco eingelassen.
Côte d'Azur 2019
Lang haben wir es dort nicht ausgehalten; das geht mit Kleinkind und Hunden nicht. Dennoch blieb uns so einiges im Gedächtnis. Es fängt schon damit an, dass (wie bereits erwähnt) der Große Wagen an die 2 Meter hoch ist. Dafür muss man erstmal einen Parkplatz finden.
Côte d'Azur 2019
Wovon ich dringend abraten muss, ist die Verwendung eines mobilen Navigationsgeräts für Monaco. Es sprechen gleich mehrere Gründe dagegen:

  • Monaco liegt schräg an der Küste (das Navi sieht also deutlich weniger Satelliten)
  • Monaco ist mit Tunneln durchlöchert wie ein Schweizer Käse (da sieht das Navi gar nix)
  • und es laufen einige Straßen parallel (da hüpft die eigene Position munter rauf und runter; entsprechend die Routenbeschreibung)

Ich habe das Ding ziemlich zügig ausgeschaltet …
Wir haben ein Parkhaus mit dem schönen Namen „Parking des Agaves“ erwischt. Von außen sah es wie ein Wohnhaus aus, und wir sind irgendwie erstmal 14 Stockwerke nach oben gefahren. Aber es hat gepasst und war mit 4,70€ für zweieinhalb Stunden gar nichtmal so teuer.
Côte d'Azur 2019

Die restliche Rückfahrt war ziemlich windig, aber wir sind sehr gut durch gekommen. Schon in der Schweiz, bei Bellinzona, habe ich aber ein Schild entdeckt, welches so viel besagte als dass bis zu diesem Tag der San-Bernardino-Tunnel von 20 Uhr bis 6 Uhr gesperrt sei.
Ab dem Zeitpunkt bin ich immer ziemlich scharf am Tempolimit gefahren (die Eidgenossen sind gegenüber Temposündern nicht sonderlich zimperlich) und habe dem Großen Wagen ordentlich die Sporen gegeben.
Côte d'Azur 2019

Um 20:09 Uhr sind wir unter allgemeinem Gejohle noch in den Tunnel gewitscht.
Und kurz, bevor in Kreßberg um Mitternacht die Lichter ausgehen, habe ich das Auto vor dem Haus abgestellt.

by Wolfram
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Stories aus 2019 - Teil 4



Wenn man schonmal an der Côte d’Azur ist, will man sich auch die Tummelplätze der etwas betuchteren Menschen anschauen. Cannes ist so ein Kandidat, Saint Tropez ganz gewiss. Wir hatten ziemliches Glück mit unserer Tour nach Saint Tropez, denn üblicherweise steht man (wenn ich andere Reisebeschreibungen im Netz anschaue) Minimum eine Stunde im Stau. Wir sind „einfach“ hingefahren, in unserem Vivaro den teuren Flundern hinterher.
Côte d'Azur 2019
Der Hafen mit den schicken Yachten ließ die Kiefer nach unten kippen.
Côte d'Azur 2019
Und das Schlendern durch die Gassen, in denen sich auch „andere Leute“ aufhalten, war gleichfalls sehr beeindruckend.
Côte d'Azur 2019
Côte d'Azur 2019
Unsere Kids konnten mit der Gendarmerie Nationale freilich nicht wirklich was anfangen.
Côte d'Azur 2019
Ein Highlight der Tour war aber auf jeden Fall der Rückweg nach Fréjus, als wir an der Calanque de la Madrague im Meer baden konnten.

Am Tag darauf sollte es dann „Inland“ sein.
Von Zuhause haben wir den Tipp mitbekommen, dass wir uns Grasse anschauen sollten, die „Parfumstadt“. Die Anfahrt (diesmal mit Mautstraßen :-) ) war nicht sonderlich spektakulär. Da es mit unserem Großen Wagen immer recht spannend ist, einen passenden Parkplatz zu finden, habe ich die erste Gelegenheit nutzen wollen. Das war ein Parkdeck, und durch die Schranke rein ging es komplett problemlos. Aber die Ausfahrt war nur durch ein Parkhaus mit einer maximalen Höhe von 1,9m möglich … Das hatte also oberste Priorität. im Schneckentempo ging es unter einigem Protest der Radioantenne aber doch wieder nach draußen. Wir fuhren näher ans Stadtzentrum heran, parkten „Open Air“ und liefen bergan Richtung Innenstadt.
Côte d'Azur 2019
Nachdem wir durch einige sehr versiffte Straßen gelaufen waren, waren wir schon kurz davor, Grasse als Totalverlust abzuschreiben, als der Blick um eine Ecke uns dann doch noch die schönen Seiten zeigte.
Côte d'Azur 2019
Côte d'Azur 2019

Grasse ist krass!
Côte d'Azur 2019
;-)

Am Abend wollten wir Essen gehen, aber das Restaurant in der Nähe, das wir uns ausgesucht hatten, war zu. Also fuhren wir an den Hafen von Fréjus, parkten etwas abseits und liefen am Ufer entlang.
Côte d'Azur 2019
Bis zum Le Salombo (die pinke Ecke links in dem Bild).
Côte d'Azur 2019

Da war’s mal richtig lecker!

Sonntag, 1. März 2020 by Wolfram
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Stories aus 2019 - Teil 3



Nach ein paar Tagen Eingewöhnung haben wir uns dazu aufgerafft, einen Ausflug ins Landesinnere zu machen. Die Höhle von Saint Cézaire sollten es sein (Französische Wikipedia dazu).
Als alle im Auto saßen, habe ich dem Navi die Zieladresse reingehackt. Das hat dann auch gleich festgestellt, dass die schnellste Route über eine Mautstraße geht und mich gefragt, ob ich damit einverstanden bin. Da die Höhle nur 40km entfernt waren, habe ich dankend abgelehnt. Der erste Teil der Tour war auch kein Problem. Wir sind nordwärts nach Bagnols-en-Fôret gefahren, und ein bisschen weiter über Land. Aber dann wurden die Straßen immer schmaler. Schließlich ging es sehr steil und mit krassen Serpentinen bergab ins Tal der Siagne, nach Callian:
Côte d'Azur 2019
(selbstredend ging es auf der anderen Seite wieder genauso übel und auch nur ein Auto breit wieder hoch …)

Aber wir sind letztlich doch noch wohlbehalten in Saint Cézaire sur Siagne angekommen, und ich wusste nun, für was das “sur” steht - für “oberhalb”.

Der Eingang zur Höhle befindet sich in einem Gebäude. Der Sage nach hat ein Landwirt die Höhle als Loch auf seinem Feld gefunden. Und er hat jahrelang immer wieder Schutt reingeleert, aber das Loch bekam er einfach nicht aufgefüllt. Kein Wunder; denn die Höhle führt 40 Meter tief in den karstigen Fels …
In der Höhle selbst hat des Kindes frisches Moto One Vision geglänzt und hat auch ohne Blitz wunderbare Fotos gemacht:
Côte d'Azur 2019
Schön war das!
Côte d'Azur 2019

Direkt neben dem Gebäude gibt es nun einen Kletterpark zwischen schönen alten Bäumen, den haben wir uns im Anschluss noch gegeben. Auf dem Rückweg nach Fréjus haben wir noch einen Zwischenstop am Lac de Saint Cassien eingelegt.

Ein schöner Ausflug war das!

Montag, 24. Februar 2020 by Wolfram
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Stories aus 2019 - Teil 2



Wenn man an die Côte d’Azur (oder, wie die Franzosen sagen, Côte Bleue) will, muss man da ja erstmal hinkommen.
Das geht per Flieger, per Bahn oder auch per eigenem PKW.
Da wir unverhofft mit zwei Hunden unterwegs waren, und auch um vor Ort mobil zu sein, haben wir den Familienvan über den San Bernadino gejagt.
Wir sind mitten in der Nacht losgefahren, um den Berufsverkehr wenigstens teilweise zu entgehen. So waren wir zum Sonnenaufgang schon in der Schweiz, im Rheintal:
Côte d'Azur 2019

Die Anfahrt an die Côte d’Azur ähnelt in großen Teilen der nach Korsika. Es ist eine Vier-Länder-Tournee. In Deutschland gestartet, fährt man durch Österreich (okay, nur ein kleines Stück, dann ein längeres Stück durch die Schweiz, durch Italien nach Ligurien und dann schließlich nach Frankreich. Dieses Foto hier wurde auf der Fahrt den San Bernardino runterwärts mit Blick nach oben aufgenommen. Wir sind hier schon dort, wo die Schweizer italienisch sprechen
Côte d'Azur 2019

Die Fahrt ging weiter nach Como, an Mailand vorbei, Richtung Savona und durch Ligurien hindurch.
Hier sind wir schon kurz vor dem Ziel; schon in Frankreich, auf der Küstenautobahn mit dem Namen “La Provençale”, die in Italien noch “Autostrada dei Fiori” heißt. Die Kamera blickt südwärts zum Hafen von Villeneuve-Loubet, und ich war der festen Überzeugung, dass hier ein paar Ozeankreuzer parken.
Côte d'Azur 2019
Stellt sich raus: das sind Hochhäuser am Hafen (Google Maps Link). Krass.

Nach rund 11 Stunden inklusive Pausen waren wir schließlich in Fréjus (Google Maps Link), an unserem Campingplatz.
Côte d'Azur 2019

Sonntag, 23. Februar 2020 by Wolfram
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