Die Krux beim Krüppel-Essen



Wer backt, will auch stolz präsentieren, was er kann, klarer Fall. Damit nun aber niemandes Auge durch weniger-als-perfekte Kekse beleidigt wird, müssen solche mit ästhetischen Unzulänglichkeiten entsorgt werden, klarer Fall.
20201113_vanillekipferl.jpg

Das daraus entstehende Problem ist jedoch, dass jeweils nachdem ein solcher Kandidat im Rahmen eines hierzu eigens anberaumten sensorischen Tests aus dem Behältnis entnommen wurde, wie von Geisterhand ein weiterer mängelbehafteter Keks auftaucht. Auch dieser würde freilich den positiven Eindruck natürlich stören, sodass zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.

Und ruckzuck ist die Dose leer …

;-)

Samstag, 14. November 2020 by Wolfram
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Zu gut



Ich bin ja bekennender Hubert-und-Staller-Fan, auch die Folgen ohne Staller mag ich sehr. Weil die Glotze aber nicht immer frei ist, wenn grade eine Folge ausgestrahlt wird, mache ich mir über die MediathekViewWeb-Seite gerne mal ein Backup.
Die Episoden mit Staller werden auch nach wie vor im alten, öffentlich-rechtlichen 1280er-Format angeboten. Eine Folge mit 45 Minuten hat dann grob 1,3GB.
20201030_bisher_1280.png

Bei den Episoden ohne den Staller ist mir aufgefallen, dass hier seit diesem Herbst 2 bis 2,5GB auf der Platte landen. Stellt sich raus: Jetzt gibt’s das Material in Full-HD!!
20201030_neu_1920.png

Aber die anfängliche Freude währte nicht lange, denn meine Glotze weigerte sich beharrlich, von diesem neuen Material das Bild anzuzeigen. Super Ton, aber schwarzer Schirm. Das bockt’s natürlich auch nicht wirklich.
Auf der Suche nach der Ursache habe ich festgestellt, dass es die Öffentlich-rechtlichen in diesem Fall tatsächlich zu gut meinen, zumindest für meinen Fernseher, denn das frische Video-Material kommt zusätzlich auch mit 50 Bildern pro Sekunde (fps), anstatt wie bisher mit 25. Und das ist das, was viele Fernseher da draußen nicht möggen … Bei meinem Modell von Philips funktionieren entweder 1280p mit 50fps oder 1920p mit 25fps.
Derzeit helfe ich mir mit Handbrake und transkodiere auf 25fps herunter, aber das dauert ewig.
Wenn jemand einen schnelleren Weg weiß, gerne auch mit ffmpeg und/oder auf der Konsole, bitte her damit!
Meine eMüll-Adresse findet sich auf der “Über”-Seite.

Freitag, 30. Oktober 2020 by Wolfram
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Dinge, die ich an meinem Leaf mag



Aus der beliebten Reihe “Dinge, die ich an meinem Leaf mag”:

20201015_knoepfe_leaf.jpg

Lenkrad- und Sitzheizung :-)

Freitag, 16. Oktober 2020 by Wolfram
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59899



20201008_img_9899.jpg

Das hier ist das Bild mit dem Namen “IMG_9899.jpg” aus dem Ordner “105_Canon” von der SD-Karte, die immer in meiner EOS 1000D drin steckt. Es wurde vergangenen Sonntag im Wald in der Nähe des Geißberg-Gipfels auf dem Kreßberg aufgenommen.

Und seither zeigt die Kamera “Error 99” an.

“Error 99” ist nicht gut. Er steht für einen allgemeinen, nicht näher bezeichneten Fehler. Die Kamera zeigt zwar außerdem an, man möge Aus- und Einschalten und/oder die Batterie mal rausnehmen, um den Fehler zu beheben. Wenn das aber nicht geht, bedeutet die Meldung so viel wie “Bring mich Werkstatt”.

Intakte Elektronik vorausgesetzt, bedeutet er meist, dass etwas mit dem Verschluss ist. Den zu tauschen ist zwar möglich, aber nach allen Anleitungen, die ich mir dazu angeschaut habe, wird die Kamera irgendwie komplett um den Verschluss drumherum gebaut. Man muss das Ding für den Tausch so gut wie komplett zerlegen. Ein neuer Verschluss aus halbwegs seriösen Quellen liegt bei 50 Euro, und bei den einschlägigen Gebrauchtwarenankäufern bringt eine gebrauchte (und funktionsfähige!) EOS 1000D irgendwas zwischen 20 und 50 Euro. - damit sind wir also bei einem wirtschaftlichen Totalschaden.

Ich habe mir ein Ersatzteil in Form eines gebrauchten EOS-Gehäuses gefangen - ich werde berichten, sobald ich ein wenig damit spielen konnte.

Spulen wir aber nochmal zurück zur Überschrift dieses Beitrags. Bei Canon werden die Bilder von IMG_0001 bis IMG_9999 durchgezählt; und wenn man immer dieselbe Speicherkarte verwendet, wird bei jedem Zehntausendersprung ein neuer Ordner angelegt, dessen Prefix-Zahl (hier “105”) fängt bei einer fabrikneuen Kamera mit 100 an und zählt mit jedem Zehntausendersprung um eins hoch.

Das bedeutet also, ich habe seit Februar 2009 fast 60000 Aufnahmen mit der Kamera gemacht. Auf Oleg Kikins Webseite sieht man, dass das durchaus einer realistischen Lebenserwartung für die 1000D entspricht.

Donnerstag, 8. Oktober 2020 by Wolfram
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Die taz und mein Gewissen



Es ist ja immer eine gute Idee, sich zu informieren. Dazu gehören einsteils die Standard-Nachrichten wie zum Beispiel die Tages-Show im Ersten und die He-Ute im Zweiten und die Logo-Nachrichten im KiKa. Die erzählen aber auch nicht alles (müssen sie auch nicht und den Anspruch erheben sie auch nicht), sondern halt eben nur das, was ihre jeweilige Redaktion für wichtig (be-)findet.
Natürlich ist es heutzutage auch möglich, seinen Nachrichten-Durst komplett aus “alternativen” Quellen zu stillen. (*) Dabei sollte man jedoch ein gewisses Maß an Realitätsnähe bewahren; ich erspare mir an dieser Stelle eine Auflistung der altehrwürdigen Schwurbel-Theorie-Verbreiter.

Aber just aus diesem Grund (um nicht nur dpa-Meldungen zu lesen) bin ich neulich bei der taz auf der Webseite unterwegs gewesen und habe dort ein absolut unschlagbares Angebot erwischt: 10 Wochen taz, Samstags in Print, unter der Woche als ePaper, für insgesamt 10 Euro.

Nun habe ich Halbzeit und fast schon ein schlechtes Gewissen, denn eigentlich waren die 10 Euro glatt geschenkt …

Fakt ist (sic!): das Abo wird von mir auf jeden Fall zum regulären Preis verlängert, denn die taz ist eine gute Ergänzung zu den großen Medien.

Update: das 10-Euro-Lock-Angebot gibt es noch!

(*) Die selbsternannten Nicht-Längs-Denker führen das Prinzip ja ad absurdum und glauben ausschließlich nur noch den Worten ihrer Mitverschwörer. Damit erledigt sich das Thema mit dem Denken dann ganz von allein … Muss man ja nicht mehr, man bekommt ja seine Meinung schon fertig vorgekaut.

Donnerstag, 24. September 2020 by Wolfram
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Ohne Sorgen sorglos?



Wenn man sich die Leute so anschaut, dann gibt’s da ja ein paar verschiedene Corona-Typen:
Da gibt’s die, die die Vorgaben übergenau umsetzen und sich selbst im eigenen Auto mit Mundschutz, Schutzbrille und Gummihandschuhen bewaffnen. Die zeigen sich eigentlich nur deshalb in der Öffentlichkeit, damit man sieht, dass sie voll dabei sind.

Dann gibt’s die, die die Vorgaben einhalten, weil sie kapiert haben, dass man mit Corona besser keine Späßchen macht.

Da gibt’s die, die der Virus richtig erwischt hat, sei es persönlich oder im direkten Umfeld. Für die jede Anti-Mundschutz-Demo ein Schlag ins Gesicht ist.

Dann gibt’s die, die aus Prinzip gegen alles sind und allerlei “Fakten” und Alukugeln soweit zusammenrühren, bis ihre vegan-braune Anti-Vaxxer-Filterblase nicht mehr platzt. Und die hinter jedem Busch den Bill Gates sitzen sehen, der mit seiner Zwangsimpfung alle chippen wird.

Und dann gibt’s diejenigen, denen das alles wurscht ist. Die treffen sich wie früher, die halten keinen Abstand und tragen schon gar nie einen Mundschutz und die haben sowieso noch kein Virus gesehen.

Die beiden letzten Gruppen sind diejenigen, die mir persönlich etwas Angst machen. Denn das auch sind diejenigen, wegen denen die zweite Welle durchrollen wird.

Orakle ich jetzt mal.

Jeder Handwerker-Lehrling weiß, dass man vor Werkzeug keine Angst haben darf, aber unbedingt den nötigen Respekt mitbringen muss. Genau so ist das auch mit neuartigen Krankheitserregern.

Samstag, 27. Juni 2020 by Wolfram
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Again what learned



Gestern habe ich mit meinen Mädels den Film “The Hate U Give” angeschaut und dabei gelernt, dass “Thug Life” nicht nur ein Meme ist und im Zusammenhang mit “Like a Boss” gebraucht wird.

Es ist außerdem ein Akronym für “the hate u give little infants fucks everybody” - zu Deutsch in etwa “der Hass, den man kleinen Kindern beibringt, landet in der gesamten Gesellschaft”.
Der Film hatte 2018 Premiere - das Thema ist dennoch brandaktuell: Black Lives Matter.

Sonntag, 21. Juni 2020 by Wolfram
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Die Pille



Neulich hatte ich einen Full-Service-Tag. Beziehungsweise nicht ich, sondern unsere Kaffeemaschine. Zuerst war “Wasser füllen” dran. Dann “Bohnen füllen”. Dann “Trester leeren”. Dann “Filter”, und nach dem “Filter” kam auch noch “Reinigen”. Ich glaube, länger habe ich mich noch nie an einem einzelnen Tag mit dem Gerät beschäftigt …
:-)

Sei’s drum, da auch unser Wasserkocher mal wieder entkalkt werden wollte, nahm ich die Gelegenheit beim Schopf und habe den Jura-Wassertank gleich auch noch mit Kalklöser ausgepinselt und sauber gebürstet. Beim Schrubben ist mir aber dummerweise der Deckel zu dem Fach mit der schwarzen Pille abgegangen. Der hat vermutlich grade wegen dem Kalk ganz gut gehalten.

20200614_juratank.jpg

Die Pille, muss man wissen, ist ein Schwimmer, der dem Gerät sagt, ob noch Wasser im Tank ist. Und wenn die Pille frei im Tank rumschwimmt, dann kann man in den Tank so viel Wasser reintun, wie man will, Kaffee kriegt man trotzdem keinen … Es galt also, die Pille wieder einzusperren.
Die vorläufige Lösung ist auf jeden Fall ein Stück von einem Gefrierbeutel, der für die nötige Klemmung sorgt.

Und bei euch so?

Sonntag, 14. Juni 2020 by Wolfram
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