Ich muss endlich mal wieder was über Waldtann schreiben!
Da wo der “Koarl’s Friedel” ihr Haus mal stand, ist heute eine Schmetterlingswiese mit ganz vielen bunten Blumen. Dumm nur, dass der arme pensionierte Nachbar jeden ankeift, der auch nur zum Schauen stehenbleibt. So kann man sich gar nicht so recht daran freuen.
Auf diesem Satellitenbild (Google Maps Link, Stand Juli 2012) sieht man noch die Ratslinde, die seit ein paar hundert Jahren auf der Kreuzung Kirchstraße - Scheräcker stand. Da angeblich innerlich verfault, musste der herrliche Baum im vergangenen Jahr weichen. Insgeheim hatten wohl viele Waldtanner seither noch die Hoffnung, dass wenigstens ein neuer Baum auf der Kreuzung gepflanzt wird; immerhin stand ja das “Hochbeet” noch, und für die Gerichtslinde wurde ja ein “Lindlein” neu gepflanzt. Aber letzte Woche hat irgendwer das Hochbeet platt gemacht und nun ist auf der Kreuzung schlicht ein Granit-kopfsteingepflastertes Rund; so ähnlich wie einer dieser Spar-Kreisverkehre. Schade.
Die Arbeiten auf der Baustelle für das neue Feuerwehrmagazin Süd gehen weiter voran. Die Erschließung nähert sich so langsam dem Ende. Der südliche Gehweg der unteren Hirtenstraße ist um geschätzte 50 Meter Richtung Schalthaus verlängert worden, die Einfahrt zum Gelände ist inzwischen geteert. Es gibt nun ein Oberflächenwasserauffangbecken und das Gelände wurde nach Süden hin um fast zwei Meter angehoben. Demnach ist in Bälde mit dem Spatenstich für den Magazinbau zu rechnen.
Dieses Wochenende soll angeblich mal wieder Kultur nach Waldtann kommen, siehe hierzu die Homepage des GSV.
Dicksie kam irgendwann vor über 10 Jahren als Heimkatze zu uns. Ihr vorheriges Frauchen ist gestorben, und die Erben haben sie ins Tierheim Ansbach “entsorgt”. Bei ihrem Frauchen durfte sie offenbar stets am Tisch essen, was auch ihre Figur erklärte und ihr letztlich ihren Namen gab. Sie war nunmal - mit Verlaub - eine überaus propere Sie, als sie bei uns eingezogen ist.
Am Anfang hatte sie es mit uns nicht leicht, denn wir haben uns geweigert, sie bei Tisch zu füttern. Auch war sie zu Beginn bei Weitem nicht mehr so kuschelfreudig wie im Tierheim sondern eher recht zickig. Ich bekam öfters mal eine gewischt, wenn ich sie eigentlich nur streicheln wollte.
Mit der Zeit haben wir aber gelernt, uns gegenseitig zu respektieren, haben gemeinsam in den Fernseher geschaut.
Es folgten viele Jahre des immer rechtzeitig Fütterns und gelegentlich auch des Streichelns. Häufig musste ich an “Simon’s Cat” denken, wenn sie vor mir saß und sich beschwerte, dass der Futternapf leer sei. Dicksie war stets die Katzenchefin bei uns, die anderen drei haben immer vor ihr gekuscht und sind erst nach ihr an den Napf.
Als gelernte Hauskatze ist sie nur selten in den Garten entwischt, und immer war sie froh, wenn man sie anschließend gefunden hatte und wieder auf ein Kissen drapierte.
Wir haben auch so manchen Spaß mit ihr gemacht. Zu unserer Hochzeit habe ich ihr einen Tequila-Sombrero-Deckel aufgesetzt.
Dicksie hatte einen “Putzknopf”: Wenn man sie am Schwanzansatz kraulte, hat sie ganz hektisch angefangen, sich die Vorderbeine zu lecken und gleichzeitig hat sie in den wildesten Tönen geknurrt.
Bei Familienfesten wie Weihnachten und Ostern war sie immer irgendwo auf dem Sofa gelegen. So auch beispielsweise auf dem Foto rechts, welches ich letztes Weihnachten gemacht habe.
Gegen Ende des letzten Jahres wurde Dicksie krank, vermutlich eine Niereninsuffizienz. Sie hat massiv abgenommen und seither immer sehr viel Wasser getrunken. Aus dem Internet wusste ich, dass solche Nierenkrankheiten bei Katzen vom Tierarzt des öfteren mit Euthanasie behandelt werden. Da sie aber gleichzeitig so fit wie nie zuvor war und an unseren Küchenstühlen keine Klimmzüge mehr machte sondern direkt raufhüpfte, sind wir nicht zum Tierarzt gegangen. Sie hat in dieser Zeit auch angefangen, uns blitzartig die Wurst direkt vom Brot zu klauen, wenn ihr danach war. So ein Schlingel!
In den letzten Wochen wurde sie zunehmend schwächer, seit Ende letzter Woche wollte sie nichts mehr essen. Gestern nachmittag ist sie vom Sofa heruntergeklettert und wollte auf ihren Stammplatz, den Wickeltisch im Bad. Ich habe sie dort hochgehoben, weil sie es nicht so recht auf den davor stehenden Schemel hinauf geschafft hat. Sie hat sich auf dem Wickeltisch regelrecht hinfallen lassen.
Dort ist sie heute Nachmittag um 15 Uhr eingeschlafen.
Zuerstmal möchte ich mich bei euch allen bedanken fürs Mitmachen!
Als nächstes muss ich mich bei euch allen entschuldigen, dass ich - montagebedingt- leider grade keine Zeit für eine ausführliche Würdigung all eurer Beiträge habe. Ich habe auch nur das kleine Podest mit nur einem Platz dabei; mehr hat einfach nicht mehr in die Tasche gepasst. Und ich bin ja schon froh darüber, dass ich überhaupt Internet habe hier …
Aber auf geht’s zur Siegerehrung:
Ich wollte zuerst ja den Pokal direkt an die Frau Ü zurückwerfen, weil ich Gummibärchen als Treibstoff ganz toll finde. Aber das wäre ja gemein, und deshalb muss uns am Freitag die Hanne eine Herausforderung vor die Nase setzen:
Doch, Papa! An der Rezeption haben die gesagt, DAS wäre die SCHWÄBSCHE EISENBAHN und die bringt uns wieder heim!
Herzlichen Glückwunsch, und wir sehen uns bei Beautiful Days!
Nach etwa einem halben Jahr heiße ich euch mal wieder zum Freitagstexten in meinem kleinen Außenseiterblog Willkommen!
Die Frau Ü hat mir am Mittwoch den Pokal um die Ohren gehauen …
Es gelten auch dieses mal wieder wie immer die üblichen AGBs (Siehe auch hier und hier und hier), und wer sich für Geschichte interessiert, surft am Besten mal im Markus seinem Freitagstexterarchivwiki vorbei.
Für alle, die den Freitagstexter nicht kennen:
Der Freitagstexter ist ein Wanderpokal
Freitags wird ein Foto veröffentlicht; hierzu wird ein Begleittext gesucht
Jeder, der ein Blog hat oder sich eins für den Gewinnfall ausleihen kann, darf mitmachen
Der Kommentarschluss ist am kommenden Dienstag Nacht, etwa 23:59:59 Uhr)
Die Bewertung ist komplett subjektiv und erfolgt am Mittwoch
Ein echt lesenswerter Artikel auf Spiegel Online über einen Besuch auf dem Wochenmarkt …
;-)
Von einem, der auszog, um Obst außerhalb der Saison zu kaufen und dabei von Aktivisten ertappt wurde …