Hoppla!

Da hab ich doch gestern glatt eine kleine Versammlung auf einem Wiesenschaumkraut gestört …

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Osterfrühstück

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Osterhasen,
hier kommt das Rezept für “Obstsalat nach Art des Hauses” samt kinderfreundlicher Beilage, so als kleiner Vorschlag zum Frühstücken über die Feiertage.

Die Zutaten für den Obstsalat.

  • Eine Banane
  • Zwei Orangen
  • Zwei Äpfel, vorzugsweise etwas fester und etwas säuerlich
  • 2-3 EL Ahornsirup zum Süßen
  • 2-3 EL Limettensaft (oder Zitronensaft)
  • 100g Studentenfutter

Das Obst zerkleinere man und fülle es in eine Schüssel. Dann kommt der Ahornsirup, der Limettensaft und das Studentenfutter drüber, umrühren, fertig.
Das Ergebnis könnte zum Beispiel so aussehen:

obstsalat_nach_art_des_hauses.jpg

Und hier kommen noch die Profitipps:

  • Die Banane vor dem Zerkleinern schälen! ;-)
  • Die Äpfel der Länge nach vierteln, dann das Kerngehäuse rausschneiden und dann klein schnippeln
  • Von den Orangen zuerst mit einem scharfen Messer großzügig den Boden und den Deckel abschneiden. Auf beispielsweise die Bodenplatte stellen. Dann mit demselben Messer vorsichtig und nicht allzu großzügig die Schale außenrum wegschneiden. Was übrig bleibt, wird längsgeviertelt und das Weiße sowie eventuell die Kerne entfernt. Damit erspart man sich das Filettieren.
  • Natürlich kann bei den Obstmengen frei variiert werden; ich weise jedoch darauf hin, dass der Obstsalat so wirklich gut nur nach Rezept schmeckt …

Dazu reiche man kinderfreundlicherweise zum Beispiel so etwas:

  • 12 Toastscheiben
  • 4 Eier
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 3 EL Zucker
  • etwas Öl zum Anbraten

Die Toastscheiben werden getoastet; das hindert sie daran, zu viel von der Eimischung aufnehmen zu wollen. Die Eier, den Vanillezucker und den Zucker leert man zusammen und vermischt gründlich. Anschließend in einen Suppenteller geben. Darin werden die getoasteten Toastscheiben kurz gewendet, bevor man sie in der Pfanne knusprig anbrät.

Anderenorts heißt dieses Gericht auch “French Toast” oder “Arme Ritter”; mir sind die Dinger heute früh aber etwas dunkel geraten, und meine Mittlere hat aus den “Armen Rittern” kurzerhand “Tote Ritter” gemacht … Ech, ech ech
;-)

Echte Könner

Nur echte Könner

  • fahren ohne Führerschein
  • mit einem nicht zugelassenen Auto
  • tagsüber
  • viel zu schnell durch die Ortschaft
  • knallen gegen eine Mauer
  • schaffen einen Überschlag
  • und rasieren dabei eine Straßenlaterne ab.

Gibt’s nicht?
Doch, vorgestern, in Waldtann (Link zum Hohenloher Tagblatt).

Nicht brennend interessiert

Hier habe ich mal was, was meine geneigte Leserschaft vermutlich nicht ausprobieren Schrägstrich nachmachen möchte:
Es ist nämlich ganz schön fies, wenn man beim Fangsack ausleeren (ohne Handschuhe, natürlich!) vergisst, dass man auch Brennnesseln gemäht hat. Die beste Wirkung entfaltet sich, wenn das Gras leicht feucht war und deshalb so ein wenig händische Nachhilfe braucht.

Itten & Co.

In der Arbeit habe ich unter anderem mit Farbmischung zu tun.

Farbmischung, kein Problem? Oooooh doch!

Weil da gibt’s nämlich zwei davon. Eine additive und eine subtraktive.

Aber fangen wir mal vorne an.
Mit den Grundfarben nämlich. In der Schule haben wir (hoffentlich?) gelernt, dass die Grundfarben so genannte reine Farben sind. Und dass man sich die nicht zusammenmischen kann. Klar, wenn man an den Wasserfarbkasten denkt und sich überlegt, aus welchen zwei Farben man sich ein Gelb mischen soll… Geht net. Das braucht man pur!
Im Wasserfarbkasten, so hat man uns damals erzählt, sind die Grundfarben das Gelb, das Rot und das Blau. Weil Grün kann man sich aus Gelb und Blau mischen und Lila aus Rot und Blau und so weiter. (Anm. d. Red.: Solche aus genau zwei Grund- beziehungsweise Primärfarben gemischten Farben nennt man auch Sekundärfarben).
Und wenn man alle Farben vom Wasserfarbkasten zusammenmischt, bekommt man ein dunkles Kackbraun. Ganz schwarz wird’s nie, weil zum Einen die Farben im Kasten nicht ganz rein sind und zum Anderen Gelb, Rot und Blau nicht ganz die richtigen Grundfarben sind.
Weil Itten’s Farbkreis hin oder her, Wasserfarben werden subtraktiv gemischt. Und da sind die richtigen Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb (als Hilfsfarbe auch noch Schwarz). Klingelt’s? Druckvorstufe? CMYK?

Ganz anders wird das alles, wenn wir additiv mischen. Das ist beim Licht so. Hier sind die Grundfarben Rot, Grün und Blau. Mischt man Rot und Grün, dann gibt das … geeenau, ihr wolltet es grade sagen, Gelb!
Und wenn man alle zusammenbringt, gibt das … genau, Weiß.
So und nicht anders funktioniert unser Handydisplay und unser Fernseher. Wenn die drei Farbkomponenten von einem Bildpunkt aus sind, sehen wir nix, wenn alle drei Farben an sind, gibt’s für uns einen weißen Punkt.

Die Eselsbrücke für die Unterscheidung der additiven und der subtraktiven Farbmischung ist also: Wenn wir alle Farben zusammen mischen, und es kommt was weniger knalliges dabei raus (es wird also die Farbigkeit abgezogen), dann ist das die subtraktive Farbmischung.
Und wenn wir alle Farben zusammen mischen, und es kommt was helleres dabei raus (es wird also Farbigkeit dazugezählt), dann ist das die additive Farbmischung.

Und wenn ihr nun wissen wollt, warum eigentlich die Ostereier per subtraktiver Farbmischung bunt gemacht werden: schlicht deshalb, damit man gekochte und ungekochte Eier auseinander halten kann …

Das Blutende Herz

Auf xkcd.com wird der Heartbleed-Bug von OpenSSL wunderbar erklärt.

Ich fasse das nochmal in meinen Worten zusammen:
Wenn der Server von der Lücke betroffen ist, dann geht folgendes:

  • Man kann eine verschlüsselte Verbindung zu einem Server aufbauen
  • Während der Verbindung kann man eine so genannte Heartbeat-Funktion nutzen, um zu prüfen, ob der Server noch antwortet.
  • Hierzu kann der eigene Rechner dem Server eine vorgegebene Antwort schicken, à la “wenn du noch da bist, dann antworte mit ‘HUND’”
  • die Lücke erlaubt es, dem Server zu sagen, er soll mit ‘HUND’ (500 Zeichen lang) antworten. Und in diesen 496 Zeichen stehen unter Umständen Dinge, die nur den Server und andere Menschen was angehen.

Aus dem “schlagenden Herz” ist so das “blutende Herz” geworden.

Wenn ihr eine technisch genauere Erklärung lesen wollt, lege ich euch Heise-Security ans Herz.

Bevor ihr nun in blinden Passwort-Änder-Aktionismus ausbrecht, schaut aber erstmal nach, ob die Webseite von dem Bug betroffen war.
Dann darf man nicht vergessen, dass es die Lücke schon seit JAHREN gab. Gerade jetzt zu ändern, und nur weil es die B1LD schreibt, ergibt da wenig Sinn.
Unbestreitbar ist es aber eine gute Idee, Passwörter von Zeit zu Zeit zu ändern. Wenn man dabei die empfohlenen Grundregeln einhält (Kein Wort aus dem Wörterbuch, Buchstaben in Groß und Klein, Zahlen und Sonderzeichen), tut man das maximal mögliche.

xkcd_heartbleed_explanation.png
(Link zum XKCD-Beitrag: http://xkcd.com/1354)

Bin ich eigentlich der einzige?

Bin ich eigentlich der einzige, der manche der aktuellen Charts-Hits für tumbe Abkupfereien hält?

“Ed Sheeran: I see fire” zum Beispiel.
Roxette’s “Listen to your heart” war LAAAANG vorher da und hat in meinen Ohren einen absolut ähnlichen Swing.
Oder “Mando Diao: Black Saturday”.
Als ich das zum ersten Mal gehört habe, glaubte ich jeden Moment, dass da jetzt irgendwann mal “Time for a White Wedding” kommen muss — weil sich der Beat so verdammt nach dem Original von Billy Idol anhörte.

Und wer mir das nicht glaubt, sucht halt mal auf Jutuhb oder so nach den Songs und hört mal in sich rein.

Aufdrehen!

Also wer heute kann, dem empfehle ich dringend, sein/ihr Radio anzuschmeißen und SWR3 zu horchen, notfalls auch übers Netz.
Weil da is heute 80er-Tag und Songs aus den 80ern mögen erwiesenermaßen ja auch spätere Generationen.

Nur so, als Tipp für euch!