Behelfstopfträger

Neulich ist mir beim Kochen auf unserem Gasherd aufgefallen, dass der Topf auf der kleinen Flamme wackelte.
Also hab ich geschaut, woran das liegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass einer der Finger des Topfträgers tiefer lag als die anderen. Na gut, dachte ich mir, sowas hatten wir ja schon öfters, etwas sanfte Gewalt sollte das Dingens wieder in die richtige Richtung bringen.

Diese Rechnung habe ich leider ohne das Gusseisen gemacht. ZACK, war der tiefliegende Finger ganz ab, hier links nicht mehr im Bild:
topftraeger_kaputt.jpg

Die alte Weisheit, “was drei Füße hat, wackelt nicht” gilt leider nicht für Topfträgerroste aus Gusseisen. Das Fehlen des einen Fingers führte schlicht dazu, dass man diesen Brenner nicht mehr benutzen konnte.
Also habe ich mir überlegt, wie man dem Problem beikommen könnte.
Das Gusseisen (zumal emailliert) zu schweißen, wollte ich mir beim Besten Willen nicht antun. Das konnte nur schief gehen oder sehr bescheiden aussehen. Die Lösung musste unabhängig vom noch bestehenden Teil des Topfträgers sein.
Da der Brenner als Kegelstumpf aus der Wanne heraussteht, konnte ich dessen Basis als Ansatzpunkt für ein rundes Bauteil benutzen. Dieses sollte dann einen Finger “simulieren”. Und da runde Sachen dazu neigen, sich zu drehen, mussten entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Nun wurde die Schnittmenge aus dem Ergebnis der Überlegungen und dem in Papas Werkstatt vorhandenem Rohmaterial gebildet. Ein Stück Flachmaterial 15×3 sowie Vierkant 6×6 waren schnell gefunden und zugesägt. Aus dem Flachmaterial wurde ein Ring gebogen und zusammengeschweißt. Daran kam T-förmig der “fehlende Finger” sowie zwei Anschläge an noch vorhandene Finger.
So nämlich:
topftraeger_reparaturadapter.jpg

Und jetzt geht’s wieder, wie man auf folgendem Foto sieht :-)
Der Behelfsfinger fluchtet ordentlich mit den anderen, die zwei Zapfen halten sich an zwei bestehenden Fingern.
topftraeger_geht_wieder.jpg

Ostseeimpressionen

Diesen Sommer waren wir an der Ostsee zum Urlauben, und es war wunderschön. So schön, dass ich ein paar der Fotos bloggen muss…

Für die Hunde ist Meer immer so ein richtiger Spaß. Man kann dann quasi von Seehunden sprechen :-)
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Die Dünen an der Ostsee faszinieren mich immer wieder:
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Freilich kann man sich auch hinsetzen und Kugeln oder Kiesel stapeln. Den Turm hier auf dem Bild habe ich höchstselbst fabriziert:
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An den Stränden sieht man öfters mal Reihen von in den Boden gehauene Holzpfosten, die verhindern sollen, dass die Dünung zu viel Ufer mitnimmt.
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Bei unserer Ferienwohnung gab es einen imposanten toten Baum:
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Über dieses marode (?) Dingens Namens Fehmarnsundbrücke muss man fahren, wenn man nach Fehmarn will:
ostsee2014_fehmarnsundbruecke.jpg

Auf Fehmarn kann man sich in Burg wund shoppen oder in Burgstaaken den Hafen besichtigen oder einen der vielen Leuchttürme besuchen. Wir waren auf dem Leuchtturm Flügge, welcher der einzige ist, den man als Besucher auch “ersteigen” kann.
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Das Treppenhaus ist schonmal interessant, hier von unten gesehen:
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Sicherlich kein Geheimtipp (sondern eher Pflichtprogramm) ist der Alte Salzspeicher in Heiligenhafen. Absolut und uneingeschränkt lecker.
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Auf dem Heimweg waren wir noch “kurz mal eben” in Lübeck. Die Leute dort sind so verzweifelt, dass sie sogar ihre Baustellen tarnen:
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Selbstverständlich haben wir uns auch das Holstentor angeschaut:
ostsee2014_luebeck_holstentor.jpg

Und auch auf dem Heimweg haben wir einen “Angry Balloon” gesehen:
ostsee2014_angry_balloon.jpg

Wie immer werden die Fotos bei Klick noch einen Ticken größer.

Angefixt

angefixt.png
Gibt’s eigentlich in Mavericks irgendeinen Weg, sich die rechts oben eingeblendeten Meldungen im Volltext anzuschauen? Zumindest auf Deutsch sieht man davon ja nur die Hälfte, und das ist irgendwie … nuja, ich fühle mich da ehrlich gesagt leicht verarscht.

Brühgruppenrevision FTW

Heute früh hat unsere brave Jura Impressa F50 nach nur 20000 (in Worten: zwanzigtausend) Käffchen so hart am Trester gewürgt, dass ich mich dazu entschlossen habe, die Brühgruppe endlich mal zu revidieren. Die Ersatzteile dazu hatte ich schon länger mal beim BND bestellt.

Zusammen mit meiner lieben Frau habe ich für die Aktion nur 2,5 Stunden gebraucht, wobei zwischendurch schon so einige Bedenken um die Küchentischlampe geschwebt sind, ob das Gerät überhaupt mal wieder irgendwas tut….
jura_bruehgruppenrevision.jpg
Aber jetzt schnurrt das Maschinchen wieder wie ein Kätzchen!

Brühgruppenrevision FTW!

Seltsame Menschen

Für die noch anstehende Urlaubssaison 2014 habe ich mir ein neues Spielzeug geleistet, eine kompakte, wasserfeste Digitalknippse.
Wie man das so macht bei technischen Geräten, habe ich natürlich vor dem Auspacken der Kamera erstmal die Bedienungsanleitung durchgelesen. Das waren ja nur 270 Seiten… (Wer hier Ironie findet, darf sie behalten…)

Manche Dinge lasen sich dabei etwas seltsam, mancher Absatz war auch deutlich Japanisch-Deutsch-Übersetzungs-Holterdipolter, aber was mich wirklich stutzig gemacht hat, war diese Passage:
lange_arme.png

So, das Ding ist also wasserdicht bis genau 13 Meter? Was passiert bei 13,0372 Meter?!
Meiner Meinung nach hätten die auch schlicht 10 Meter schreiben können, denn so ganz trivial ist das mit der Wassertiefe ja eh nicht.

Und, viel wichtiger: Wenn ich selbst nicht eintauchen darf, während ich die Kamera halte, wie zur Hölle krieg ich das Ding dann auf 13 Meter runter?!

Um das zu schaffen, braucht man dann doch eine eher außergewöhnliche Statur mit marginal verlängerten Gliedmaßen oder wahlweise einen Giraffenhals…

Update:
Nach dem Veröffentlichen habe ich mir das hier nochmal durchgeschaut (weil vielleicht versteckt sich ja irgendwo ein Rechtschraibfelär oder so?) und dabei ist mir schlagartig klar geworden, was der Hersteller da wohl eigentlich meinte:
Nämlich dass man mit dem Ding in der Hand nicht ins Wasser springen soll.
Weil dabei entstehen Druckspitzen (es spritzt schließlich in aller Regel), und die sind dann äquivalent zu den anderen Sachen im gleichen Absatz, nämlich der starken Strömung und dem Wasserfall. Mehr als 1,3 Bar Überdruck verträgt die Dichtung halt nicht, darum geht es.
Es leben präzise Übersetzungen!!!

Beim Poppen erwischt

Als ich vorgestern den Artikel von meiner Fruchtfliegenfalle schrieb, habe ich mich für die Links auch etwas über die Drosophilia schlaugesurft. Ich wusste beispielsweise nicht, dass es sich dabei um eine der wissenschaftlich am Tiefsten ergründeten Tierarten handelt. Oder dass der Begriff “Fruchtfliege” ein False Friend ist. Oder dass die Viecher Kulturfolger sind, die eigentlich lieber in den Tropen wohnen. Oder dass Drosophilia Melanogaster “typische rote Augen” hat.

Hä?
Rote Augen?
Ernsthaft?

Ein klarer Fall für “packen wir das Makro aus” …

Ich habe mich also neben meiner Fruchtfliegenfalle auf die Lauer gelegt und so einige Male den Auslöser gedrückt. Dabei lernte ich einmal mehr, dass a) die Schärfentiefe des Tamron 90mm f/2.8 bei Offenblende in Makrostellung nur ein paar Zehntelmillimeter beträgt und b) der Sucher meiner braven EOS 1000D eine Beurteilung der Schärfe schlicht nicht zulässt, weil er nur so wenig vergrößert.
Die meisten Bilder sind also nicht wirklich brauchbar geworden, aber auf einem Foto habe ich zwei von den Lumpen beim Poppen erwischt:

drosophilia_20140824.jpg

Somit kann ich also bestätigen: Drosophilia Melanogaster hat tatsächlich rote Augen!

P.S.: Kurz darauf haben die beiden übrigens die “Vinegar Saucer Challenge” versaubeutelt …

ALS und die Fruchtfliegenfalle

Menschen auf der halben Welt kippen (oder lassen kippen) sich zur Zeit irgendwelche Gefäße mit Wasser und Eiswürfeln über den Kopf. Als Vorwand gilt dabei der Kampf gegen die tückische Krankheit ALS. Nun habe ich zwar keine Ahnung, wie es auch nur einem an ALS erkrankten Menschen besser gehen soll, wenn sich zum Beispiel der Opel-Chef von einer Horde Kinder Eiswasser über den Kopf leeren lässt (auf Youtube anschauen) oder Otto Waalkes als Rechtsträger seine türkisgrüne Badeshorts präsentiert (auf Youtube anschauen). Nicht zu schweigen von Bill Gates und Mark Zuckerberg und dem obercoolen Sir Patrick Steward und und und. Anscheinend ist inzwischen schon richtig viel Geld zusammen gekommen, sagt auch dieser lesenswerte FAZ-Artikel.
Ich bin mir sicher, der Herr von Hirschhausen würde mir auf jeden Fall unterschreiben, dass über solche Videos zu Lachen schon so eine gewisse heilende Wirkung hat.

Genauso sicher bin ich mir, dass man die Energie für das Herstellen der Eiswürfel sowie die Spendengelder auch anderswo gut brauchen könnte. Zum Beispiel für Hilfsprojekte von Unicef.

Gehen wir aber für den Rest des Artikels mal vom Eis weg.
Es ist zwar nicht wirklich Sommer da draußen, aber von Herbst mag auch noch niemand reden. Es ist gerade so warm, dass man sich mitunter auch mal im T-Shirt raus traut. Und das bedeutet in der Küche typischerweise: “Drosophilia-Time”!
Hauptsächlich mit dem Obst holt man sich die Viecher ins Haus, und sie schwirren überall rum, wo es was an der Reifegrenze rangierendes Organisches gibt.
Sie mit der Fliegenklatsche zu erlegen funktioniert nicht, weil die Tierchen durch die Maschen durch passen. Aber es gibt vielfach erprobte Abhilfe in Form der Fruchtfliegenfalle.

fruchtfliegenfalle.jpg

Dazu schnappe man sich ein flaches Schälchen (Tassenuntersetzer oder ähnliches), fülle Essig hinein (wir verwenden erfolgreich den naturtrüben Bio-Apfelessig) und nehme diesem mit nur einem kleinen Tropfen Spüli die Oberflächenspannung. Es dabei gibt kein ideales “Essig-Spüli-Mischungsverhältnis” wie anderswo im Netz kolportiert, es reicht ein kleiner Tropfen (sogar ohne Rühren).

Der Erfolg lässt üblicherweise nicht lange auf sich warten, denn die Tierlein machen ihrem Beinamen “Essigmucke” alle Ehre. Man sollte nur darauf achten, dass der Essigpegel nicht zu tief sinkt, sonst bleibt keine Drosophilia freiwillig drin. Ich putze mein Schälchen alle ein bis zwei Tage aus und befülle es neu.

Lokalsatire

Wer den Postillon oder Die Tagespresse mag und dazu noch etwas lokalpatriotisch veranlagt ist, der wird das Crailsheimerle lieben.