Echt jetzt, Spiegel?

Surft man mit einem Mac mit dem Safari mit ohne installiertem Flashplugin (was ich übrigens sehr empfehlen kann!) zu Spiegel Online und will sich dort ein Video anschauen, dann endet das so:
spon_nix_video.png

Ach? Version 0.0 ist installiert?! Und ich kriege nichts zu sehen?
Dabei funktioniert auch Spiegel Online wunderbar, wenn man schlicht den User Agent auf “iPad” stellt. Die i-Geräte haben ja bekanntermaßen kein Flash drauf, und wenn man dem Spiegel einen solchen Spiegel vorhält, dann klappt’s auch mit den Videos:
spon_selbe_seite_useragent_ipad.png

Auch bei Youtube hakt’s mit dem Safari mitunter, und dort funktioniert derselbe Trick. Allerdings liefert Youtube für i-Geräte eine Mobilvariante mit dicken dicken Buttons aus. Wer das nicht haben will, stellt den Safari auf “Internet Explorer 10” (!!!) — der kriegt komischerweise eine flashfreie Version zu sehen.

Der Spaß mit dem User-Agent funktioniert bei sehr vielen Internetseiten, die sich’s mit der i-Geräte-Klientel nicht versauen wollen.

Ich habe mir das Flashplugin aus mehreren Gründen nicht installiert:

  • Die Batterie hält dann einiges länger
  • Ich muss nicht jeden zweiten Tag irgendeine ominöse Adobe-Software updaten
  • Flash-Monstercookies (LSOs) haben so natürlich keine Chance
  • Auch Flash-Werbung sehe ich nicht, auch nicht bei abgeschaltetem Adblock Edge.
  • wenn ich doch mal auf eine Seite surfen muss, die unbedingt das Flashplugin braucht, dann nehm ich den Chrome; da ist Flash eingebaut und Sandgeboxt.

Was uns zum nächsten Thema nach dem Flash führt: die Wahl des Browsers.

Ich surfe leidenschaftlich gern mit dem Safari, weil der auf dem Mac einfach am Besten fluppt. Etwas gepimpt mit Ghostery und Adblock, und los geht’s.
Allerdings hat der Safari so seine Problemchen, wenn es um den Betrieb hinter einem Authenticated Proxy geht. Das habe ich in der Arbeit. Dort surfe ich deshalb mit dem Firefox, denn der ist an der Stelle dank seiner Einstellungsmöglichkeiten klar die bessere Wahl.
Den Chrome nehme ich für Google-Sachen (Google+-Login, Hangouts, Drive) sowie (wenn’s mir langweilig ist) für Seiten, die partout nach dem Flash-Plugin verlangen. Auch zum Router Resetten tut bei mir nur der Chrome.

Strecken vermessen

Google hat es ja tatsächlich doch noch geschafft, auch in die neue Version von Maps einen Entfernungsmesser reinzubauen. Im guten alten Maps war dieses Feature über die Maps Labs zugänglich.
In den neuen Maps macht man schlicht einen Rechtsklick irgendwo in die Karte:
maps_rechtsklickmenue.png

Dann klickt man sich seinen Pfad zusammen:
maps_geklickte_strecke.png

Und schon sieht man sowohl oben links als auch direkt in der Karte, wie weit das nun war.

Schick!

Und recht praktisch, wenn man beispielsweise mit dem Hund im Wald unterwegs war und keine Ahnung hat, wie weit.

Durch Zufall habe ich gerade entdeckt: Wenn man den Pfad zumacht, (also Anfangspunkt = Endpunkt), dann zeigt Maps die eingeschlossene Fläche an.

Walking the Wuff in the Wood

Heute Nachmittag war ich eine Runde mit dem Hund im Wald. Es ist wohl wieder Pilzsaison, denn überall sprießen beziehungsweise schießen die Dinger. Neben diesem recht großen (leider schon abgebrochenen) Fliegenpilz haben wir viele viele viele weitere Pilzarten gesehen, kleine Ziegenbärtchen, gelbe und weiße mit abgerundetem Hut, trichterförmige, Champignonähnliche, einige verschiedene Röhrlinge und und und.
20140928_fliegenpilz.jpg

An einer Stelle am Waldrand gibt es Drüsiges Springkraut, auch Indisches Springkraut genannt. Ich habe mich über die knalligen Farben gefreut und dass so viele Hummeln dort emsig am Arbeiten sind. Die Wikipedia sagt aber, dass man stattdessen die Pflanze lieber bekämpfen sollte. Googelt man “Indisches Springkraut”, dann stößt man auf Seiten, die von einem “stark invasiven Problem-Neophyt” berichten. Die Hochschule Rottenburg titelt gar “Das Indische Springkraut und die grauenhaften Folgen”.
Hmmmm.
20140928_druesiges_springkraut.jpg

Da heute so schönes Endseptemberwetter ist, konnte ich auch ein paar Fotos mit Sonne und Wald schießen. Zum Beispiel das hier:
20140928_sonne_im_wald.jpg

Yes, I can!

Drosophilia-Vermehrungs-Unterbindungs-Maßnahme
zwetschgenblootz.jpg
Oder: mein erster selbstgebackener Zwetschgenblootz

Derb

So kann man das Buch beschreiben, welches ich in der Mikrominimalbücherei der Ferienwohnung entdeckt und gelesen habe.
der_junge_mit_dem_gestreiften_pyjama.jpg

Mir kam es beim Lesen zunächst so vor als wollte mich der Autor absichtlich im Unklaren lassen, da ich stets das Gefühl - jedoch nicht die Gewissheit - hatte, die Erzählung spielte in der Glanzzeit des Gröfaz.
Das Buch erzählt die Geschichte eines Jungen namens Bruno. Dessen Vater wird von Berlin nach “Aus-Wisch” versetzt, und die Familie muss mit umziehen. Dort wird Brunos Vater zum Lagerkommandant befördert. Aus der kindlich-naiven Sicht von Bruno werden die ungeheuerlichen Vorgänge im Konzentrationslager und seine Freundschaft mit dem hinter dem Zaun wohnenden polnisch-jüdischen Jungen Schmuel geschildert.

Wikipedia hat einen eigenen Artikel drüber.

Veranstaltungstipp

… und wenn ihr keine Ahnung habt, was ihr treiben sollt, geht halt einfach mal nach Crailsheim, aufs Volksfest (oder Folxfescht, wie wir Eingeborenen sagen)
folxfescht_2014.jpg

Insbesondere das Feuerwerk heute Abend dürfte den Pyromanen in uns erfreuen.

Wer lieber surft:

Und immer schön dran denken

Man kann bei einem Canon-Tintendrucker so lange Düsen reinigen, wie man will, wenn nix mehr im Tintentank drin ist.

Insbesondere bei Patronen, die schon ein wenig länger im Gerät eingebaut sind, lohnt sich ein Blick auf die Patrone selbst, denn der bescheuerte Tropfenzählerchip zählt nur die Tropfen, die unten rausgehen und nicht die, die oben raus verdunstet sind.

Da an so einem Canon-Tintenpisser eigentlich immer mindestens eine Patrone leer ist, wenn man mal was drucken will, habe ich mich etwas durchs Netz geshoppt und inzwischen “meine” Patronenmarke für mich entdeckt; da kostet das Rainbowkit (also der Fünferpack mit allen Farben) grademal so viel wie 1,5 originale Patronen. Bei Interesse bitte PM.

Vielleicht kann mit dieser Info sonst noch jemand mit einem Pixma MG 5350 was anfangen.

Behelfstopfträger

Neulich ist mir beim Kochen auf unserem Gasherd aufgefallen, dass der Topf auf der kleinen Flamme wackelte.
Also hab ich geschaut, woran das liegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass einer der Finger des Topfträgers tiefer lag als die anderen. Na gut, dachte ich mir, sowas hatten wir ja schon öfters, etwas sanfte Gewalt sollte das Dingens wieder in die richtige Richtung bringen.

Diese Rechnung habe ich leider ohne das Gusseisen gemacht. ZACK, war der tiefliegende Finger ganz ab, hier links nicht mehr im Bild:
topftraeger_kaputt.jpg

Die alte Weisheit, “was drei Füße hat, wackelt nicht” gilt leider nicht für Topfträgerroste aus Gusseisen. Das Fehlen des einen Fingers führte schlicht dazu, dass man diesen Brenner nicht mehr benutzen konnte.
Also habe ich mir überlegt, wie man dem Problem beikommen könnte.
Das Gusseisen (zumal emailliert) zu schweißen, wollte ich mir beim Besten Willen nicht antun. Das konnte nur schief gehen oder sehr bescheiden aussehen. Die Lösung musste unabhängig vom noch bestehenden Teil des Topfträgers sein.
Da der Brenner als Kegelstumpf aus der Wanne heraussteht, konnte ich dessen Basis als Ansatzpunkt für ein rundes Bauteil benutzen. Dieses sollte dann einen Finger “simulieren”. Und da runde Sachen dazu neigen, sich zu drehen, mussten entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Nun wurde die Schnittmenge aus dem Ergebnis der Überlegungen und dem in Papas Werkstatt vorhandenem Rohmaterial gebildet. Ein Stück Flachmaterial 15×3 sowie Vierkant 6×6 waren schnell gefunden und zugesägt. Aus dem Flachmaterial wurde ein Ring gebogen und zusammengeschweißt. Daran kam T-förmig der “fehlende Finger” sowie zwei Anschläge an noch vorhandene Finger.
So nämlich:
topftraeger_reparaturadapter.jpg

Und jetzt geht’s wieder, wie man auf folgendem Foto sieht :-)
Der Behelfsfinger fluchtet ordentlich mit den anderen, die zwei Zapfen halten sich an zwei bestehenden Fingern.
topftraeger_geht_wieder.jpg