SSD-Inventur

Eine SSD im Rechner ist ja wirklich was tolles, und was anderes will ich auch gar nicht mehr haben. Aber im Zeitalter von dicken Internetleitungen und Digitalkameras mit zig Millionen Pixeln sind die Dinger auch ziemlich schnell ziemlich voll.
Hier zum Beispiel der aktuelle Füllstand meines Benutzerordners, grafisch dargestellt mittels des grandiosen Programms Grand Perspective.

fuellstand.png

Was sagt uns das nun?
Es sagt mir, zunächst einmal, dass es in meinem Ordner ganz viele kleine Dateien gibt, aber auch ein paar große Brocken. Im Programm hat die Grafik auch noch einen Mouse-Over-Effekt; wenn man den Mauspfeil auf einem Rechteck ruhen lässt, wird angezeigt, was da denn so fett in den Chips rumlungert (weil SSDs haben ja keine Magnetscheiben).
Das große rote Quadrat unten links beispielsweise ist von der letzten Tomtom-Aktualisierung übrig. Wahrscheinlich steckt die aktuelle Europakarte drin, aber das Ding frisst mir 3,5 Gigabyte an Platz und ist außerdem schon auf dem Tomtom drauf. Weg damit!
Das große rote Dingens senkrecht darüber hat auch gut 3GB; das ist der Download von Zak McKracken BTAS. Da das schon entpackt ist, kann auch dieser Brocken weg von der SSD.
Die größeren Brocken oben links sind ein paar Downloads aus der ÖR-Mediathek. Was wir schon angeschaut haben, kann eigentlich auch weg.
Dass Kleinvieh auch Mist macht, erkennt man an den “Stoppelfeldern” rechts vom Tomtom. Was hier so nordamerikanisch-rechtwinklig daher kommt, ist die Fotos-Bibliothek.

So mache ich mir immer einen Überblick, wenn’s mal wieder eng wird auf der SSD, bevor ich die Bösewichte ins digitale Nirvana verschiebe. Natürlich sollte man vor jeglichen Löschaktionen erstmal noch ein Backup machen, aber letztlich rentiert sich der Aufwand, denn die Chancen stehen gut, dass dann wieder ein paar Gigabyte frei werden.

Linux-User können übrigens mit Baobab was ganz ähnliches machen.

Brückenabriss am Leixenbühl

In Kreßberg, da werden keine Brücken gebaut.
Da werden Brücken abgerissen.
Und durch profane Betonrohre ersetzt. Neulich (als ich mein gutes 90mm-Makro noch nicht an Tamron zur Reparatur eingeschickt hatte) habe ich ein paar Beweisfotos gemacht.
Hier sehen wir nämlich das Rohr, welches die Brücke über den Brühlbach am Fuße des Lichsenbühl / Leixenbühl ersetzen muss.
lichsenbuehl_ex_bruecke.jpg

Und weil ich grad in der Ecke war und der Bauer sein Feld grad am rumackern war, hab ich gleich nochmal auf den Auslöser gedrückt:
lichsenbuehl_abgeerntet.jpg

P.S.: Wenn sich jemand wundert, warum hier im Blog ältere Beiträge nicht kommentieren gehen: bedankt euch bei den verf1ckten polnischen Spammern, die hier ihren Rotz platzieren wollen.

Wasser!

Letzte Woche war ich beruflich unterwegs, und was soll ich sagen: ich habe Wasser gesehen!
Nämlich die Weser, in Bremen. Gut, die Weser ist jetzt zwar nicht direkt Meer. Aber sie hat trotzdem geschätzte zwei Meter Tidenhub.
schlachte.jpg
Im Vordergrund sehen wir die Schlachte (die ihren Namen übrigens von der früheren Uferbefestigung per einge-schlage-nen Pfosten hat). Nach Rechts geht’s dem Meer (beziehungsweise Bremerhaven) zu.

Die Bronzeplastik derBremer Stadtmusikanten am Marktplatz und den Roland habe ich zwar gesehen, aber die waren komplett von Touristen umzingelt. Und zumindest die Stadtmusikanten sieht man an jedem Eck, und stellenweise auch deutlich größer als das Bronze-Mickerteil.
Größere Städte haben schon so ihr eigenes Flair, und für ein paar Tage kann ich mich auch sehr gut damit anfreunden. Innerhalb von ein paar hundert Metern Umkreis gleich 10 oder mehr Essmöglichkeiten zu haben, das ist für mich als Waldtanner schon sehr luxuriös. Denn wir haben seit dem Schließen der Linde Ende Juli 2015 keine Gastwirtschaft mehr in Petto.
Aber nach einer Weile nervt das Gerumpel der Straßenbahn und das fast schon regelmäßige Lalü-Lala von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. In Bremen ist der Rettungsdienst Teil der Feuerwehr und die haben gelbe Rettungswägen. Als ich den ersten gesehen habe, dachte ich, DHL fährt jetzt schon mit Blaulicht Pakete aus …

P.S.: ihr verschissenen polnischen Spammer, könnt ihr das Kommentieren bitte lassen?

Scheues Gesindel

Natürlich hab ich mich auch auf die fotografische Jagd nach den Perseiden gemacht. Aber die sind gar nicht so einfach auf den Chip zu bekommen, und zwar aus Gründen.

Für ein Sternenhimmelfoto macht man üblicherweise eine Langzeitbelichtung. Dabei gilt die 500er-Regel. Die besagt soviel als dass wenn man 500 durch die Objektivbrennweite teilt, die längste Belichtungszeit (in Sekunden) rauskommt, bei der Sterne noch Punkte bleiben. Die Daumenregel gilt für Vollformat, also muss man für APS-C-Format vor dem Teilen noch den Cropfaktor mit der Brennweite multiplizieren.

Beispiel.
Mit meinem (momentan bei Tamron Europe urlaubenden) 90mm-Makro könnte ich mit meiner EOS1000D also 500 / (90 * 1,6) = 3,5 Sekunden belichten, bevor die Sterne anfangen, zu wandern.
Mit meinem 10mm-Weitwinkel kann ich hingegen vergleichsweise üppige 500/(10*1,6) = 31,25s belichten.
Je kürzer die Brennweite, desto länger kann man also belichten. (Anm. d. Red.: das hat auch den netten Nebeneffekt, dass mehr Himmel drauf ist).

Wenn die Sterne Lichtpunkte bleiben sollen, darf man also nicht endlos lang belichten. Das bedeutet also auch, dass man “den Rest” zwingend mit Blende und ISO (oder per Nachbearbeitung wie z.B. Stacking) machen muss.
Da die ISO hochstellen üblicherweise mehr Rauschen bedeutet, ist man mit einer möglichst großen Offenblende gut beraten. Die f/4.5 vom Kitobjektiv sind dafür schonmal nicht optimal, besser sind auf jeden Fall Objektive mit f/2.8 oder sogar größer. Die längere Belichtungszeit von meinem Weitwinkelobjektiv wird durch die kleinere Offenblende von f/4.5 wieder ziemlich eingedampft.
Dass man Autofokus und irgendwelche Stabilisatoren nachts nicht brauchen kann, versteht sich hoffentlich von selbst.

Aber zurück zum Thema, nämlich dem Sternschnuppenknippsen.

So eine Sternschnuppe ist nämlich kein Flugzeug und auch keine ISS. Die macht einmal kurz “SCHNUPP”, leuchtet für einen Sekundenbruchteil und dann ist sie auch wieder weg.
Das heißt bei so einer Langzeitbelichtung dann wiederum, dass das bisschen Licht, welches die Schnuppe für ihren Sekundenbruchteil abgibt, während der langen Belichtungszeit dem Chip quasi überhaupt nicht auffällt.

Nichtsdestotrotz ist es mir gelungen einen Perseiden zu knippsen (ehrlich gesagt, das war versehentlich … :-) )
perseid_1.jpg

Seht ihr ihn? Da isser:
perseid_2.jpg

(wie immer gilt: Foto klicken = größer, besser, schöner, breiter, toller)

Abkühlung

Abkühlung wäre echt auch mal wieder ganz gut; hier in Hohenlohe-Franken sehen die Wiesen inzwischen dann doch eher wüstenhaft aus.

Vielleicht hilft das hier?
schmelzeiswuerfel.jpg

Wir sehen hier einen schmelzenden Eiswürfel auf einem (nach den ersten Testschüssen peinlichst gereinigten) OnePlus One-Display. Die Beleuchtung erfolgte von und durch meine mittlere Tochter per LED-Taschensch — äh — lampe.

Das ist, nebenbei gesagt, eines der letzten Fotos, welches ich mit meinem guten 90mm-Tamron (ein SP AF 90mm Di f/2.8 Macro 1:1) gemacht habe. Denn das hat nach knapp drei Jahren Fotografieren just am Wochenende auf einmal damit angefangen, seltsam schnarrende Geräusche beim Abblenden zu machen. Und wenn man zwischen den Fokus-Modi umgeschaltet hat. Meine gute alte EOS1000D hat initial auch mal einen “Err.001” (Objektivfehler) gemeldet.
Im Internetz gibt es Berichte, nach denen wohl ein Flachbandkabel der Hauptverdächtige ist; bei diversen chinesischen Versendern gibt’s das Ding auch für ein paar Euro Fuffzich zu kaufen.
Eigentlich hätte ich auf das Objektiv tatsächlich fünf Jahre Garantie haben können und das alles wäre gar kein Problem. Wahrscheinlich vor lauter Freude über das gute Stück habe ich aber die dafür notwendige Registrierung komplett verkackt.
Darum habe ich einfach mal den (bisher überaus netten) Tamron-Support in Köln angeschrieben und die Durchsage erhalten, dass man sich das Objektiv gerne mal anschauen wolle, um über eine eventuelle Kulanzleistung entscheiden zu können.

Schau ‘mer mal, hoffentlich kann ich das 90er bald wieder draufschrauben, denn es eignet sich auch wunderbar zum Portraits schießen!

August-Makrorätsel

Eigentlich hatte ich hier im Blog schon lange kein Makrorätsel mehr, ist mir aufgefallen.
Da besteht also halbwegs dringlicher Nachholbedarf!

Sprachs, packte die Kamera aus und kam nur wenige Minuten später mit dem hier wieder:
makroraetsel_20150808.jpg

Na, was könnte das sein?
Fotos werden (wie fast immer hier im Blog) durch Draufklicken größer (und schärfer), und die Lösung gibt’s hier unterhalb, nach dem Klick.

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Akku-Identitätskrise

Der Herr Junior hat da so ein Amphibienfahrzeug “Amphibios”, vom Marktführer bei ferngesteuerter Ramschware. Mit eigenem NiMH-Akkupack statt handelsüblicher Batterien. Und dieser Akkupack, der wollte nicht mehr wirklich, egal wie lang man das Ladegerät rangehängt hat.
akku_vorne.jpg
Der maximale Entladestrom war weniger als 100mA, was zwar noch gereicht hat, dass am Fahrzeug die diversen Blink-LEDs angegangen sind, aber für die Elektromotoren hat es nicht mehr gereicht. Im Besten Fall noch ein paar kurze Ruckler, aber mehr nicht. Die Recherche ergab, dass der Entladestrom bei NiMH-Akkus eigentlich wenigstens bei der Nennkapazität liegen sollte. Bei dem Ding auf dem Foto hätte ich also eigentlich wenigstens 700mA messen müssen.

War da der Akku kaputt, nach einem Jahr mit vielleicht 20 Ladevorgängen?
NiMH-Akkus sollten doch eigentlich etwas mehr aushalten, vorausgesetzt der Akku wird nicht tief- und überladen?! Und solcherlei Elektronik sollte man vom Marktführer ja erwarten können, oder?

Tjaaa, hinten drauf auf dem Akku steht aber was anderes wie vorne drauf:
akku_hinten.jpg
Komisch, wo doch NiCd-Akkus eigentlich schon seit 2004 in der EU geächtet und seit 2009 in Deutschland verboten sind … Aber da kommt das Ding ja sicherlich auch nicht her, weder aus Deutschland noch aus der EU.

Ich hab also kurzerhand beim Elektroversand meines Vertrauens vier AA-Ready-To-Use-NiMH-Zellen mit Lötfahnen bestellt und dem Junior einen neuen Akku zusammengebrutzelt. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch entdeckt, dass die Litze am Minuspol des Original-Akkus über die komplette Länge schwarz angelaufen war. Womöglich hat das auch zur geringen Lebensdauer beigetragen.

Der neue Akkupack hat jetzt halt dummerweise 2100mAh statt 700mAh (also kann der Junior jetzt dreimal so lang fahren), war trotzdem deutlich billiger als ein Original-Ersatzteil (das wäre auf 13,80€ plus Versand gekommen) und ich kann mir ein bisschen sicherer sein, dass wirklich das drin ist, was draufsteht.

Punker on Tour

Neulich, im Wald, trappt mir doch glatt ein Punker vor die Linse:
ahorn_rindeneulenraupe.jpg

Zur Linken sehen wir (in Nicht-Aufgeplatztem-Popcorn-Mimikry) den Kopf der reißenden Bestie.

Bei dem Namen ist es eigentlich kein Wunder, dass das Vieh auffallen muss. Das ist nämlich die Raupe von einer Ahorn-Rindeneule. Dem Namen nach ist das also schon gar kein Insekt mehr.

Bei der aktuellen Hitzewelle lob ich mir im Übrigen den Postillon, der endlich die unsäglichen Zustände in Deutschlands Eisdielen aufdeckt.

@Frau Tonari: die gewünschte Überraschung finden Sie übrigens rechterhand!

(Disclaimer: dies ist ein weiterer Beitrag aus der allseits beliebten Blogpost-Reihe “Zusammenhangslos, dass die Schwarte kracht”)