Kein Vergleich



Ich schrub ja schonmal darüber, dass es einen Haushaltswarenhersteller gibt, der lobenswerterweise Ersatzteile verkauft. Blöd fand in meinem Fall nur, dass ich überhaupt welche kaufen musste. Die Kunststoffzahnräder sind aber offenbar nicht für meine Kids gemacht, denn nach der letzten Back-Orgie wäre es nun an der Zeit gewesen, schon den vierten Satz zu bestellen. Und damit würde die Summe der Ersatzteilbestellungen den Neupreis des Geräts übersteigen.
Also habe ich mich nach einer Alternative umgesehen. Der Markt für Handrührer variiert ja je nach Anforderung und Preisklasse zwischen “nicht vorhanden” und “ziemlich unübersichtlich”.
Letztlich bin ich nach ein wenig Recherche über das Modell Krups 3Mix GN 5021 gestolpert. Und hab mir einen besorgt.

20190512_krups_3mix.jpg

An den Werkzeugen von Krups (Rührer und Knethaken werden mitgeliefert) ist schonmal kein Plastik dran wie beim alten Gerät; das ist reiner Edelstahl. Die Rührer sehen im Direktvergleich nicht ganz so „engineered“ aus, was aber der Funktion keinen Abbruch tut. Der Handrührer fühlt sich in der Hand vertrauenserweckend stabil und schwer an, nicht irgendwie papierig.
Das Gerät hat fünf Geschwindigkeitsstufen, und hier, meine Damen und Herren, reden wir tatsächlich von Geschwindigkeit. Das, was beim alten Gerät Vollgas war, ist bei dem neuen grade mal Stufe 2. Ich habe Rührei und Crêpes-Teig gemacht. Beim Crêpes-Teig habe ich zuerst alles außer der Milch verrührt - das gibt eine ziemlich zähe Pampe, die der Rührer aber ohne Probleme durchgemangelt hat.

Vorläufiges Fazit: ich bin begeistert!

Donnerstag, 16. Mai 2019 by Wolfram
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Radwegevolution



In den letzten Monaten sind überall in Kreßberg Pfosten aus dem Boden geschossen; solche, wie man sie auch zur Anbringung von Verkehrsschildern braucht. Meine persönliche Theorie war ja, dass nun noch mehr Wege für den Normalverkehr gesperrt werden sollen, als es sowieso schon sind (mal ganz abgesehen davon, dass sich keine Sau darum schert, weil das ja eh nicht kontrolliert wird).
Es kam aber anders:
20190425_radwege_geradeaus.jpg
Ja.
Tatsächlich.
An jeder versch1ssenen Kreuzung, wo auch ein offizieller Radweg lang geht (siehe dazu auch radnetz-bw.de), wird dem Radler gezeigt, dass er hier gerade aus weiter muss. Als könnte man von Radfahrern nicht das selbe Abstraktionsvermögen verlangen, wie es bei Führern von motorgetriebenen Fahrzeugen vorausgesetzt wird, nämlich, dass es genau so lange gerade aus weiter geht, bis es ein Abbiegeschild gibt.
In Kreßberg gibt es einige Ecken, wo diese Schilder tatsächlich sogar Verwirrung stiften. Zum Beispiel, wenn an einer T-Kreuzung die Richtungspfeile nach links und zurück weisen. Das sieht sehr verdächtig danach aus, als könnte man nach links und nach rechts fahren (für Insider: Sieht man so an der Kreuzung Judenweg/L1010).

Den Hit habe ich aber in Asbach gefunden. Fährt man nämlich durch Asbach Richtung Norden (linkerhand der Asbacher Weiher, rechts die ehemalige Sägemühle und das Fischereivereinsheim), dann fährt man auf dieses Schild hier zu:
20190428_falsches_schild.jpg

Und das, meine Damen und Herren, finde ich, ist eine echte Gemeinheit. Nicht nur, dass man den Radfahrern nicht zutraut, gerade aus fahren zu können, nein, hier schickt man die Radler auch noch bösartig in die falsche Richtung!
20190428_falsches_schild_detail.jpg
Die Richtungshinweise sind vertauscht!
Nach Wüstenau geht es links, nach Marktlustenau rechts!

Aber was weiß ich schon … Vielleicht findet sich ja jemand, der daraus einen Maienstreich macht und die Schilder rumdreht …

:-)

P.S:: Ja, ich weiß, ich hab schon lang nichts mehr geschrieben. Aber die russischen Kommentar-Spammer haben mir das Bloggen ziemlich verleidet, außerdem wollte ich eigentlich endlich mal auf https und eine neue Blogsoftware umsteigen. Kommt, dauert aber noch.

Dienstag, 30. April 2019 by Wolfram
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Nicht einfach



Heute habe ich was über das Musik-Familienabo von der Firma mit dem angebissenen Obst gelernt.

Mein erstes Gerät von denen war ein iPod der dritten Generation, vor nun doch schon 16 Jahren. Seither haben wir eine ID. Die Geräte vermehrten sich im Lauf der Jahre auf wundersame Weise, nur mir selbst habe ich nie ein eigenes Mobilgerät gegönnt … Auf jeden Fall wollte die Familie irgendwann letztes Jahr dann ins Musik-Streaming einsteigen, und weil es auch eine App für Android gibt, habe ich mich überreden lassen, da ein Familienabo abzuschließen. Damit das tut, braucht jeder seine eigene ID; die haben wir jeweils bei Installation der App angelegt. (Dieselbe ID auf mehreren Geräten zu verwenden, ist nicht wirklich praktikabel; da meckert nämlich die App, dass irgendwo anders schon ein anderes Lied läuft).
Nun dachte ich mir, wenn ich das Abo schon zahlen darf, dann sollte ich selbst doch auch Musik-Zugriff haben dürfen, auch auf meinem Androiden. Eine weitere ID kostet ja nichts, und die Familienfreigabe geht bis zu 6 Personen - kein Problem, oder?

Falsch gedacht … “Kurz mal eben” geht das schonmal nicht … Denn ich habe nun gelernt, dass man die neue ID auf bestimmte Art und Weise anlegen muss (zum Beispiel über das Abspielprogramm am Rechner), dass man diese ID der Familie hinzufügen muss (sehr komisch, wenn man selbst in der eigenen Familie begrüßt wird …).
Und dann - das hat mich dann aus den Socken gehauen - muss man auf jeden Fall (trotz existierendem Familienabo) für die neue ID erstmal noch die drei kostenlosen Probemonate buchen - das hat mir letztlich der Telefonsupport erklärt. Und die drei kostenlosen Monate wiederum kann man nur dann buchen, wenn man auch eine Zahlungsmethode für die neue ID hinterlegt …

Einfach geht anders …

Donnerstag, 14. März 2019 by Wolfram
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Selber backen



Geht weiter, das Bäckerei-Sterben in Kreßberg.
Nachdem die Glück-Filiale in Marktlustenau geschlossen wurde und die in Waldtann abgebrannt ist(*), schließt nun auch der “Versuchsballon” von Brigitte in Mariäkappel. Richtung Crailsheim wurde die Glück-Filiale in Goldbach geschlossen. In Schopfloch hat die Bäckerei Rollbühler zugemacht; damit ist der Virngrundbäcker im Cap-Markt Schopflich der letzte verbliebene Bäcker im 10km-Umkreis.

(*) Eine kleine Anekdote dazu: Es wurde vom Eigentümer des Gebäudes, der VR-Bank Feuchtwangen-Dinkelsbühl, ein Bayrisches Unternehmen mit dem Aufräumen beauftragt. Die haben auch mit dem Aufräumen angefangen, dürfen die verbrannten Balken aber nicht in Bayern abladen — weil sie aus Baden-Württemberg sind. In BaWü dürfen sie die Balken aber auch nicht abladen, weil die Firma in Bayern ansässig ist. So gut funktioniert die Bundesrepublik….

Dienstag, 12. Februar 2019 by Wolfram
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Machbar



Des Kindes Motorola G5 wollte nur noch an ganz ausgesuchten USB-Kabeln laden, und selbst wenn, dann so gut wie nie mehr im Schnelllademodus.
20190125_moto_g5_usb-buchse.jpg
Was liegt also näher, als in Amazonien für 11 Oiro ein Ersatzteil zu organisieren und einzubauen?

Hat auf jeden Fall funktioniert und war kein Hexenwerk.
Jetzt lädt’s wieder einwandfrei, und das Kind kann wieder zocken und Juh-Tuben und Tiktokken und was man heutzutage eben alles so macht.

Zum Zerlegen hab ich mir dieses Video angeschaut (UM HIMMELS WILLEN OHNE TON ANSCHAUEN!). Nach dem Entnehmen des Akkus und Entfernen des Rückenteils muss nur die untere Abdeckung runter (bei 2:35). Die Anschlussplatine entfernt der Mensch dann bei 4:25.

Mittwoch, 6. Februar 2019 by Wolfram
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Sparwahn



Sogar im Biomarkt ist der Sparwahn ausgebrochen:
20190124_sparwahn.jpg
Jetzt gibt es schon keine mehrfach-laminierten, unbrennbaren, wie-Panzerband-klebenden Aufkleber mit Alu-Rückseite mehr; die Schale wird direkt gelabelt …

Wenn man sich den Hokkaido genauer anschaut, sieht man, dass der Laser irgendwie im Dauerbetrieb läuft und alles beschriftet, was an ihm so vorbei gefördert wird.

Sonntag, 3. Februar 2019 by Wolfram
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Aufpassen!



Wenn euch jemand aus Italien eine solche Würzmischung für Spaghetti “Aglio e Olio” mitbringt:
20190103_wuerzmischung.jpg

AUFPASSEN!

Denn das Zeugs ist nicht einfach nur “Aglio e Olio”, da ist auch “Peperoncino” drin. Und “Peperoncino” kann fast alles heißen, von “Paprikaschote” über “Paprikapulver” und “Peperone” bis hin zu “Chilischote” und “Chili”.
Mit “Paprikaschote” hat diese Würzmischung auf jeden Fall nichts mehr zu tun. Das geht wahrscheinlich schon in den fünfstelligen Scoville-Bereich und ist damit garantiert nicht mehr gut für Kinder.

Sonntag, 6. Januar 2019 by Wolfram
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Oh du Fröhliche …



Als Weihnachtszeit gilt ja in diesem Kontext die Zeit „rings um Weihnachten“. Eine Zeit des Erwartens (nichts anderes bedeutet das Wort „Advent“), der Besinnung, der Zusammenkunft, der Familie. Aber auch eine Zeit der Weihnachtsferien, des zugehörigen Jahresendurlaubs und des Für-die-Kinder-Daseins.

Lasst euch kurz erzählen, wie fröhlich die Weihnachtszeit bisher bei uns verlaufen ist …

Das Wochenende vor dem Heiligabend habe ich persönlich zum Entgiften verwendet. Mein Arbeitgeber veranstaltet traditionell am Freitag vor Weihnachten ein Fest für die Mitarbeiter, bei dem es unter anderem recht verhängnisvolle Benefiz-Cocktails gibt (der Erlös aus dem Verkauf der Cocktails kommt einem Hilfsprojekt zugute). Obwohl mir zunächst erstmal nicht nach Feierlaune war, ist die Veranstaltung dann doch etwas ausgeufert und ich war erst um halb drei zuhause …
Ein guter Freund kam uns besuchen und erzählte von seiner Frozen Shoulder - ein Krankheitsbild, das man nicht wirklich braucht.

Den Morgen des 24. Dezember hat die Familie Strempfer genau so verbracht wie fast alle anderen Menschen auch: auf dem Parkplatz des Supermarkts und in der Schlange vor der Kasse. Dann haben wir gemeinsam probiert, die Wohnung auf Vordermann zu bringen.
An Heiligabend gab es dann sehr lecker Raclette und richtig ordentlich Bescherung. Weitere Details kann ich wegen der DSGVO leider nicht öffentlich von mir geben …
;-)

Am in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag hat dann sich das jüngste Kind die Sache nochmal durch den Kopf gehen lassen. Mehrfach. Und so ein kotzendes Kleinkind ist ja etwas, was zutiefst in mir rüttelt; nicht nur am Mageneingang, auch am Empathiezentrum. Ich glaube, ich stehe Nachts deutlich schneller senkrecht im Bett, wenn ein Kind kotzt, als wenn der Feuerwehr-Piepser tut.

Entsprechend stand der zweite Weihnachtsfeiertag erstmal im Zeichen des Wäsche Waschens und Großreinemachens, bevor wir uns auf den Besuch von Omas und Onkeln und Tanten vorbereitet und lecker Waffeln gebacken haben. Ursprünglich wollten wir zum Abendessen ja draußen im Garten grillen, aber das Wetter war - na gut, ich gebe es zu, wir haben geklemmt und haben lieber drinnen gegessen …
Das jüngste Kind war wieder ziemlich fit und hat sich mit Weintrauben gefüttert - deren Schale ist aber nicht wirklich leicht verdaulich und so hatten wir eine weitere Nacht mit „Kotzebue“.

Am 27. Dezember kam morgens die Schwiegermutter zu uns und meinte dass der Keller „wieder“ unter Wasser stehe (Anm. d. Red.: vor ziemlich genau einem Jahr stand der Keller unter Wasser, weil im Kontrollschacht vor dem Haus die Suppe stand weil die Leitung zwischen Kontrollschacht und Abwasserkanal nicht mehr viel durch gelassen hat). Nach eingehender Untersuchung stellte sich heraus, dass dieses Mal das Abwasser nicht die Ursache sein konnte. Vielmehr sah der Heizungskeller aus wie eine Mischung aus Dampfbad und Tropfsteinhöhle. Die aufgehängten gewaschenen Kotzklamotten troffen vor Nässe, von sämtlichen Leitungen an der Decke tropfte das Wasser. Um die Ursache zu finden, war etwas Detektivarbeit notwendig. Letztlich fanden wir heraus, dass wir ein Leck in einer Heißwasserleitung hatten. Ein Kupferrohr-Bogen war nach über 40 Jahren Dienst regelrecht von innen ausgewaschen.
20181227_kupferrohrleck.jpg
(Rot eingekringelt: der Übeltäter, hier noch mit Fahrrad-Schutzblech zum Ableiten des Wasserstrahls)
Die Detektivarbeit ging weiter bei der Suche nach einer Möglichkeit zum Abstellen des Warmwassers. Es gibt bei unserer Hausinstallation keinen „Hauptwarmwasserabstellhahn“; vielmehr muss man den Kaltwasserzufluss abstellen. Wusste ich nicht, kostete einiges an Zeit (und Wasser im Keller). Wir konnten Gottseidank schnell Hilfe herbei rufen, sodass wir nur ein paar Stunden ohne Warmwasser auskommen mussten.

Als ich am 28. Dezember aus dem Küchenfenster schaute, kam mir der Anblick ziemlich bekannt vor. Ja, genau, so sah es doch im Mai 2012 auch schonmal aus vor dem Haus! Wasserrohrbruch! Nach „Wasser im Keller“ kam „Wasser vor dem Keller“! Die Leckstelle war nur ein paar Meter weiter, aber diesmal war viel mehr Personal mit der Behebung betraut.
20181228_rohrbruchaufstand.jpg
(Von links nach rechts: EnBW-Fahrzeug, Bauunternehmer-LKW, Bagger, Bagger-Hänger, NOW-Fahrzeug)
Über einige Stunden gab es kein Wasser - also weder kaltes noch warmes. Irgendwie hat der Wassermangel die Stimmung unter den Kindern sehr stark angeheizt. So stark, dass das zweitjüngste Kind beim Streiten mit dem ältesten Kind eine Türe mit Glaseinsatz durchschlagen und sich dabei ein paar Schnittwunden zugelegt hat.
Natürlich waren wir sehr gespannt, was wohl als nächstes kommen möge …

Und tatsächlich: der 29. Dezember fing damit an, dass der Magen des zweitjüngsten Kindes aufhörte, ordentlich zu arbeiten. Und er arbeitete den ganzen Tag über nicht wirklich ordentlich … Mehrere hungerbedingte Versuche, etwas Essbares dauerhaft in den Bauch zu bekommen, gingen schief. Erst gegen Abend hatte sich der Organismus so weit stabilisiert, dass wieder Gemüsebrühe drin blieb. Erschöpft ging der Großteil der Familie zu Bett. Derweil habe ich mit dem größten Kind noch eine Quizsendung in der Glotze angeschaut. Kurz vor dem Finale konnte ich dann bewundern, wie breit sich ein Erdbeerknuspermüsli auf dem Boden verteilen kann.

Heute ist Sonntag, das große Kind ist außer Gefecht, und ich harre der Dinge, die da noch kommen mögen …

Sonntag, 30. Dezember 2018 by Wolfram
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