Geküsst
Wenn ihr
- einen Mac habt
- Safari benutzt
- den Router Speedport W700V von den Telekomikern habt UND
- zu spreadshirt.net surft
dann habt ihr in aller Regel einen Blanko-Universaljoker gezogen.
Weil dann schießt sich alles gegenseitig in sämtliche verfügbare Knie:
- Der Safari will wegen “optimaler Experience” alle möglichen Inhalte der Seite gleichzeitig laden.
- Das Javascript auf der Seite sorgt dafür, dass während des Ladens der Seite bereits neue Inhalte geladen werden.
- Der W700V wiederum erkennt wegen dieser beiden Sachen, dass da auf einen Schlag ein Haufen Sachen reinkommen. Im Router-Log (bei den “Details” unter “Router-Zugangsversuche”) steht dann “SYN Flood to host <IP-Adresse>”.
Und dann ist das Internet erstmal weg.
Kein Problem, schließlich hat ja der Router eine Weboberfläche, über den man ihn neu booten kann.
Sollte man denken.
Aber: die Konfigurationsseite vom Speedport W700V, die unter http://speedport.ip erreichbar ist, die geht nicht mit dem Safari.
Zumindest nicht unter Mountain Lion (10.8).
Weil der Speedport will ein Popup aufmachen, und das verbietet der Safari. Selbst wenn man das in den Einstellungen erlaubt, geht die Konfigurationsseite immer noch nicht und man landet immer wieder beim Login.
Auch der Firefox blamiert sich ähnlich, der Chrome hingegen tut’s. Wohl dem, der den vorher heruntergeladen hat, als das Internet noch ging!
Was bin ich froh, wenn dieser Router endlich mal den Geist aufgibt und ich guten Gewissens einen neuen kaufen darf!!!
P.S.: Das geht übrigens genauso auf Facebook und bei Soup.io, allerdings erst nach ein bissel rumgesurfe. Spreadshirt schafft’s jedoch innerhalb von Sekunden, den Router dicht zu machen.
Geschwindigkeit ist alles
Schon gewusst:
Ein an dieser Stelle nicht namentlich genannter, noch recht junger Labrador-Retriever-Mischlingsrüde kann in der Zeit, die man braucht, um einmal kurz die Treppe runter und wieder rauf zu gehen, problemlos fünf Pancakes spurlos verschwinden lassen.
Inklusive Unschuldsblick.
Broken
Falls ihr einen Mac (anscheinend ist es egal, ob einen iMac oder ein Macbook) habt und ein Android-Telefon mit 4.2.2 drauf (wie zum Beispiel ein Galaxy Nexus oder ein Nexus 4) :
Das Schicken von Bildern vom Telefon zum Mac per Bluetooth (der Bluetooth File Transfer) ist in dieser Kombination nicht in Gang zu bringen.
Da könnt ihr probieren, so lang ihr wollt.
Das Telefon verbindet sich zwar mit dem Mac (zu sehen am Mac am Bluetooth-Symbol), dann sagt es kurz “Keine Gegenstelle gefunden” und dann ist Ende der Vorstellung. Nix Datei.
Laut Internet hat das Google mit einem der letzten Android-Updates verkackt.
Also heißt es entweder die Dropbox nutzen oder AirDroid oder schlicht das USB-Kabel plus das Programm zum Android-Dateitransfer.
Abgewürgt
Die Telekom will ja für alle DSL-Verträge ab Mai einen Mobiltarif machen. Also das, was die Mobilanbieter schon ewig machen: eine Flatrate ohne Flat.
“75 Gigabyte reichen für alles”, heißt es von Telekom-Seite. Und “Die technischen Voraussetzungen für die Drosselung haben wir frühestens 2016”. Und “Macht euch keinen Kopf, das trifft eh nur die wenigsten”.
Mich beruhigen solche Aussagen eher nicht. Schön ist zwar, dass von den Telekomikern eine Reaktion erfolgt, aber der Umstand, dass es eine Reaktion gibt, zeigt, wie ernst es denen ist.
Zuersteinmal sollten die den Begriff “Flatrate” abschaffen. Das Wort sollte meiner Meinung nach nur jemand benutzen dürfen, der tatsächlich eine verkauft.
Und eine Flatrate mit Abwürgeautomatik ist eben keine Flatrate.
Das ist ein Volumentarif mit Kondolenzdatenrate bei Überschreitung.
Man stelle sich nur einmal vor, dass Autos nach mehr als 300km am Tag nur noch mit 50 km/h rumfahren können! Klar reichen 300km den allermeisten aus! Klar trifft das nur sehr wenige Menschen!
Dann fehlt vielen Leuten der Überblick, was sie überhaupt an Datenvolumen verbrauchen.
Ich habe keine Ahnung, wo ich das ablesen könnte, und mein Router macht keine Auswertung. Wahrscheinlich muss man sich mit irgendwelchen längst vergessenen Logindaten auf irgendeiner gut versteckten Seite der Telekom einlochen. Auf der Rechnung wird das Volumen meines Wissens nicht ausgewiesen.
Woher soll Otto-Normaluser wissen was ein Gigabyte ist?
Was tut Otto-Normaluser, wenn er sich gerne mal mit seinem Apple-TV einen Film (eventuell in HD) anschaut, und dann kommt am Ende des Abrechnungszeitraums noch ein Dickes Update für seinen Rechner? Wer wird da nicht auf “Abbrechen” klicken, wenn der Rechner fröhlich ankündigt, dass das Herunterladen des Updates noch 7 Stunden und 14 Minuten dauert?
Da orakle ich mal, dass richtig Spaß aufkommt, wenn die Menschen auf einmal wegen der Drosselung auf die Sicherheit scheißen, damit sie weiterhin ihr Unterhaltungsprogramm genießen können …
Sehr schön sind auch die Ausführungen von Fefe zu dem Thema, zum Beispiel das hier.
Ein Onlineservice bleibt für Telekom-Kunden freilich unberührt von der Drosselei: Youtube.
Denn das wird gefühlt schon lange gedrosselt und kommt bei Telekom-Kunden eh nicht schneller als mit 384kBit/s an …
Schwierig
Wussten Sie schon?
Wenn das Radio auf Betüdelungslautstärke in der Ecke steht, ist es beinahe unmöglich, zu sagen, ob das jetzt grad “Ruby Ruby Ruby” von den Kaiser Chiefs kommt oder Madonna mit “Bye Bye Mrs American Pie”.
Kinder, Kaffee und der ganze Rest
Sozialer Gedanke
Wer - wie ich auch - einen Gasherd mit Elektrobackofen hat, dessen Markenname aber weder etwas mit dem Königshaus Oranien noch mit dem Oranier-Orden zu tun hat, und wer außerdem - wie ich auch - ein Gerät hat, dessen Klappe nicht so ganz zu bleibt, der kann höchstwahrscheinlich - wie ich auch - ein Lied davon singen, dass die Knöpfe, Knebel, Dreher, Bedienelemente oder wasauchimmer oberhalb der Backofenklappe bei Betrieb desselben munter verschmoren.
Und er kann - wie ich auch - weiter singen, dass Ersatz unsäglich teuer ist (unser Herd hat 6 Knöpfe, vier davon kamen “unter Freunden” auf 75€).
Und außerdem halten neue Knöpfe nicht lange, wenn ihr - wie ich auch - am Backofen eine neue Dichtung montiert habt — weil dann bleibt die Backofenklappe noch weiter auf als sonst. Und weil es weder am Gerät noch an der Klappe eine Einstellmöglichkeit gibt, muss man sich - wie ich auch - mit einem Hilfskonstrukt behelfen.
Und für alle, die dann - wie ich auch - im Internet nach der nach einiger Zeit nicht mehr sichtbaren Skaleneinteilung für den Backofen-Temperatureinsteller suchen, hab ich das hier gemalt:
Ich hab mir das mit schwarzem Edding auf meinen inzwischen Kunststoff-beigen Knopf draufgemalt, damit ich beim Backen wenigstens eine grobe Hausnummer habe, wie schnell das anbrennen wird.
Mein persönlicher Tipp:
Wenn sich die Metallbeschichtung “hohl” anfühlt, gleich runterreißen; ein kleiner Schraubendreher hilft. Die an den Knöpfen angebrachten Dekoteller und die innen drin versteckten großen Federn sind für die Funktion nicht notwendig und können auch weg; die Zündung und die Zündsicherung funktionieren trotzdem.
Dann sieht das Gerät halt etwas “unstylisch” aus (ratet mal: wie meins auch!), aber es geht wenigstens wieder. Ein netter Nebeneffekt ist, dass sich nicht mehr so viel Dreck absetzen kann, weil’s weniger Mikrobentaugliche Ritzen gibt.
Hatte ich übrigens erwähnt, dass ich von dieser Marke keinen Küchenherd mehr kaufen werde?
Seit 33 Jahren
Schon seit 33 Jahren (nonstop seit 1980) plagt Deutschland seine Einwohner mit der unsäglichen Sommerzeit.
Jedes Jahr wieder dasselbe. Man wacht eines Sonntag morgens auf und es ist später als man dachte.
Man sollte abends eigentlich ins Bett, ist aber noch glockenhell wach.
Aber die Sommerzeit hat durchaus auch ihre guten Seiten:
Jedes Jahr kann man dank der Zeitumstellung zweimal mit den Leuten diskutieren, in welche Richtung die Uhrzeit nun verstellt wird. Man muss also nicht stumm nebeneinander stehen und nicht wissen, worüber man reden soll. (Anm. d. Red.: weil über’s Wetter reden wir nicht mehr; das haben wir satt)
Und man trainiert das Hirn durch Herauskramen der ganzen Eselsbrücken, in welche Richtung die Uhr verstellt werden muss.
Und man kann sich den ganzen Sommer lang darauf freuen, dass man “irgendwann im Herbst” mal eine Stunde länger poofen darf.
Und wenn man den Tag früher anfängt, hat man tatsächlich mehr davon.
Und nicht vergessen darf man auch den Überraschungseffekt, wenn man eine Woche nach der Umstellung irgendwo noch Geräte findet, die man vergessen hat, umzustellen.
Und überhaupt: Frohe Ostern allerseits!