Leben am Limit



A09 hat der Arzt als Diagnose aufgeschrieben. Das ist der ICD-10-Code für eine „Sonstige und nicht näher bezeichnete Gastroenteritis und Kolitis infektiösen und nicht näher bezeichneten Ursprungs“.
In die Praxis bin ich gegangen, nachdem ich schon zwei Tage zuvor immer mal wieder heftig Bauchweh hatte und am Donnerstag dann gar schmerzhalber von der Arbeit heim bin. Obwohl aktuell der Onkel Noro durch Hohenlohe zieht, glaube ich jedoch nicht, dass der mich beehrt hat, denn dessen nach außen deutlich sichtbare Symptome („vorne“ und „hinten“) hatte ich eben nicht. Nur Bauchweh wie Sau.

Die Behandlung bestand aus dreierlei Medikamenten. Ein Schmerzmittel in Tropfenform (mit leckerem Metamizol-Natrium), Selbstzahler-Tropfen für „böse Mägen“ für “vor den Mahlzeiten” (lach) und einen „selektiven Protonenpumpenhemmer“ in Tablettenform, der die Säureproduktion im Magen nach unten schrauben soll. (Das war köstliches isländisches Pantoprazol, Anm. d. Red.)
Und außerdem aus Tee. Viel Tee. Kamillentee.
Und aus Schonkost. Schonende Schonkost. Mit viel ohne Gewürz.
Und aus Vermeidung sämtlicher den Magen reizender Genussmittel. Unter anderem und insbesondere auch reine Fruchtsäfte, Limonaden, Alkohol und Koffein.

Und wegen des letzteren Therapiepunktes, meine Damen und Herren, ist ein Teil meines post-studentischen Weltbildes total erschreckt mit dem Rücken an die Wand gehüpft, hat die Augen weit aufgerissen und ist leise wimmernd in sich zusammengebrochen.
Denn ich vertrat bislang immer die These, dass Leben ohne Wasser unmöglich sei, denn man braucht ja Wasser, um Kaffee zu machen.
Und auf Kaffee habe ich nun schon seit Donnerstag verzichtet. Gestern früh habe ich mal wieder eine Tasse probiert, aber mein Bauch hat mich freudig-zwickend darauf aufmerksam gemacht, dass das (noch?) keine gute Idee sei.

Ich gebe also (aus schmerzlicher eigener Erfahrung) zu: es gibt Leben ohne Kaffee.

Vielleicht gibt es dann auch Leben ohne Wasser?!
Ich muss dringend mal bei der NASA vorsprechen …

Dienstag, 31. Januar 2017 by Wolfram
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Es glüht so glüh



Heute früh hab ich für die Kids Waffeln gebacken. Nach einem Rezept bei der führenden deutschsprachigen Rezepteseite mit dem Namen “Brigittes Knusperwaffeln”. Nicht schlecht, muss ich sagen … und natürlich nahezu kalorienfrei …
:-)
waffelbaeckerei_20161127.jpg

Nachmittags waren wir auf dem Weihnachtsmarkt in Marktlustenau.
Ich war da zum ersten Mal in meinem Leben, und der Arbeitskollege, der am Glühweinstand Schicht hatte, fragte mich beim Bestellen, ob ich “mit Schuss” wolle. Gut, so richtig ablehnen konnte ich da freilich nicht, und als er die Folgefrage gestellt hat, ob ich lieber Amaretto oder Rum wolle, war mir eigentlich schon klar, dass Amaretto und Glühwein nicht zusammen passen. Dass er aber nicht irgendeinen Rum sondern den guten Rum vom Stroh mit 80 Volt reingeleert hat, hat mich dann doch ein wenig aus der Bahn geworfen …

gluehwein_20161127.jpg

… vor allem auch nach dem Trinken …

;-)

Sonntag, 27. November 2016 by Wolfram
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Wenn man’s weiß …



Meine Mutter hat mich neulich gefragt, ob ich jemandem die Winterreifen aufs Auto draufstecken könnte. Da habe ich natürlich nicht “nein” gesagt, denn das sollte ja kein größeres Problem darstellen.
Dachte ich.
Bis Freitag Abend.
Aber dann habe ich die Radabdeckungen des Polos abgenommen und das hier gesehen:
radschraube_vw.jpg

Ein Vielzahn. Na klasse!

Aber es musste eine Möglichkeit geben, denn in unserer Werkstatt wurden auch die Sommerreifen montiert. Den kompletten Werkstattfundus und das ganze Auto habe ich durchsucht, aber nicht den Hauch eines Hinweises gefunden. Nach mehreren Stunden habe ich aufgegeben und meiner Mutter gesagt, dass ich nirgends ein Werkzeug für die Vielzahnschraube gefunden habe. Sie möge doch den Eigentümer kontaktieren. Dieser wiederum versicherte, dass sich das Spezialwerkzeug im Auto befinden müsse, und zwar entweder beim Ersatzreifen oder im Handschuhfach.

Also habe ich mich mit diesen etwas präziseren Infos nochmals auf die Suche gemacht, keinen Ersatzreifen sondern nur ein Pannenset gefunden und letztlich das so genannte “Bordwerkzeug” als Hauptverdächtigen identifiziert:
bordwerkzeug_vw.jpg

Denn diese Mappe hat ein kleines Täschlein (im Bild oben links, mit ein paar “Lüftungslöchern”), und in diesem Täschlein befindet sich das Spezialwerkzeug, das man braucht, um dem Polo die Schlappen runterzureißen:

vielzahn_werkzeug_vw.jpg
Hier liegt das Gerät links neben der Nuss, mit der man die anderen Schrauben raus kriegt. Quasi ein Adapter von Vielzahn auf 17mm-Nuss. Damit war dann der Rädertausch ein Klacks.

Und wenn man das weiß, ist es ganz einfach!

Sonntag, 20. November 2016 by Wolfram
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ND-Filter FTW



Ei guckt mal hier, für was so ein ND-Filter gut sein kann …
Der Fotograf hat (weil er den Supermond am Horizont verpasst hat) überlegt, wie er Mond und Skyline trotzdem in ein Bild bekommt. Je höher der Mond über den Horizont steigt, desto heller erscheint er, und desto unmöglicher wird es, beides zusammen in ein Foto zu bannen. Dann hat er sich daran erinnert, dass er, um den Mond ordentlich (mit sichtbaren Kratern) fotografieren zu können, die Blende um 10 Stufen gegenüber der korrekten Einstellung für die Skyline zudrehen muss. Und so ist er auf die Idee gekommen, seinen ND10-Filter einfach dorthin zu heben, wo der Mond ist …

Genial einfach - und super im Ergebnis!

Ich selbst habe keine Supermondfotos gemacht; mit meinem 200er Objektiv bockt’s das nicht wirklich.

Dienstag, 15. November 2016 by Wolfram
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Selbstverarsche mit Anlauf



Die Kurzanleitung zu Jura-Kaffee-Vollautomaten ist überaus hilfreich. Ich kann mir beispielsweise nie merken, wie das mit Filterwechsel und Reinigen funktioniert. Beim Einen muss man die Kiste erst abschalten und dann die Pflegetaste gedrückt halten, beim Anderen muss man die Maschine anlassen und die Pflegetaste gedrückt halten.
Heute nun hab ich es geschafft, mich mit ordentlich Anlauf selbst zu verarschen, und alles nur, … aber lest selbst!

Auf dem Display der Maschine stand groß und fordernd in schweizerischem Befehlsduktus “BEREIT” und “VERKALKT” im Wechsel. Ein kurzer Blick in die Kurzanleitung hätte mir ja direkt geholfen, aber die hatte ich grade nicht zur Hand. Also habe ich die die Suchmaschine der Wahl befragt. Mit den Stichworten “Jura F50 verkalkt”. Und auf einem der ersten PDF-Treffer draufgeklickt , bei dem “Kurzanleitung” mit dabei stand; der war auch noch von Jura selbst, also musste das ja passen.

Und darin stand geschrieben, dass man zum Entkalken bei eingeschalteter Maschine so lang auf die Pflegetaste drücken soll, bis sie einen auffordert, die Schale zu leeren und dann den Anweisungen zu folgen.
Ich habe also die Pflegetaste gedrückt gehalten, ohne, dass sich irgendwas getan hätte.
Ich habe die Maschine aus- und eingeschaltet und nochmal gedrückt, wie ein Weltmeister, nichts ist passiert.
Ich habe den Stecker der Maschine 5 Minuten raus und nochmal probiert.
Ich habe den Wasserbehälter geleert und nochmal probiert.
Ohne Erfolg.
Ich habe andere Google-Treffer konsultiert, die die gleiche Vorgehensweise empfahlen.
Nichts. Keine Chance.

Für des Rätsels Lösung muss man wissen, dass es von der F50 eine erste und eine zweite Modellreihe gibt. Beide heißen gleich, aber bei der zweiten Serie gab es ein paar … sagenwirmal … Verbesserungen. Die zeigt nun beispielsweise den Brüh-Fortschritt als Balken an. Und außerdem muss man sie zum Entkalken nicht zuerstmal ausschalten … wie unsere F50 aus der ersten Serie …

Grml …

Aber jetzt ist das Ding entkalkt!

TL;DR: Jura F50 erste Serie muss vor dem Entkalken ausgeschaltet werden!

Donnerstag, 10. November 2016 by Wolfram
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Schöner warten mit Digital



Ich kann mich noch an terrestrisches Fernsehen erinnern. Der SDR (der Süddeutsche Rundfunk, Anm. d. Red.) hatte seinen Sender in Stuttgart und wir haben das Programm über eine Antenne im Dach mehr oder weniger direkt empfangen.
Dann kam irgendwann der Astra und das unbegrenzte Werbefernsehen. Wir haben uns zu irgendeiner Fußball-WM den Spaß erlaubt, uns das Bild per Satellit auf den Schirm zu holen, den Fernseher stumm zu schalten und als Tonspur die Live-Übertragung im Radio zuzuschalten. Das hatte gleich mehrere Vorteile, unter anderem den, dass wir schon mehrere Sekunden im Voraus wussten, wenn ein Tor fallen würde. Und dank des Radiotons hatten wir auch den deutlich motivierteren Kommentar.
Dann kam Astra-Digital. Schneefrei schauen! Aber die Übertragungszeit ist damit auch deutlich angestiegen, denn das Bild musste vor dem Versenden noch digitalisiert werden. Die gefühlte Zapp-Schwuppdizität sank ins Bodenlose, denn Umschalten dauerte statt ein paar Zehntelsekunden plötzlich deutlich merklich lang.
Moderne Receiver machen das dank schnellerer Elektronik natürlich deutlich besser, und man hat sich inzwischen auch so weit daran gewöhnt, dass zumindest ich nicht mehr viel über diese Verzögerung nachgedacht habe.

Bis neulich.

Denn wir haben uns nun auch so ein tolles neues DAB+-Radio zugelegt!
Wenn es ausgeschaltet ist, zeigt es eine nahezu Atomgenaue Uhrzeit an, weiß der Henker, woher. Wenn man es im DAB-Modus einschaltet, spielt es glasklares rauschfreies Radio. Und wenn man in der Nähe versehentlich ein analoges Radio anschaltet, kriegt man beinahe einen Koller, um wieviele Sekunden der DAB-Ton gegenüber dem FM-Ton versetzt ist. Mir ist das aufgefallen, als ich von den Kids rüber kam in unsere Küche und dasselbe Lied nochmal gehört habe.
Übrigens hat unser DAB+-Radio auch noch einen Analog-Modus, und das ist wirklich klasse, wenn man was nicht mitgekriegt hat. Galant ans Gerät gewandert, umgeschaltet auf FM und schon kann man sich die letzten paar Sekunden nochmal anhören …

Wahrscheinlich wird die Uhrzeit auf dem Dingens nur deshalb im Betrieb nicht angezeigt, damit man sich nicht wundert, warum der 12-Uhr-Gong erst um 10 Sekunden nach 12 Uhr kommt. Die Armbanduhr braucht man nach dem Ton nicht wirklich zu stellen.

Digitaler Rundfunk heißt für mich deshalb in erster Linie, dass ich zeitlich ziemlich weit weg bin vom “echten” Geschehen.
Mal sehen, wann ich mich auch an die DAB-Verzögerung gewöhnt habe …

Donnerstag, 20. Oktober 2016 by Wolfram
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Nackte Titten



Neulich Sonntag morgens (genauer: am Tag, bevor mein Vater starb) wollte partout keins der Kids zum Bäcker düsen. Also musste ich selbst Hand anlegen. Die Suchmaschine der Wahl brachte auch fix ein Rezept für “schnelle Sonntagsbrötchen” zutage. Flugs das Zeugs zusammengerührt, kurz gehen lassen, den Teig zerteilen und - ah, da war doch was! Genau! Frau Spätleses Essay zum ordnungsgemäßen Schleifen von Brötchen!

Also habe ich den Notfallteig ordentlich geschliffen, bevor die Rohlinge aufs Blech gewandert sind.

Das Ergebnis jedoch erinnerte dann doch irgendwie an … ja, gut, äh … an … nackte Titten …

Aber seht selbst:

nackte_titten.jpg

Geschmacklich waren die Dinger übrigens durchaus in Ordnung.

Mittwoch, 24. August 2016 by Wolfram
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Gelegenheit macht Tuning



Wo die Motorhaube schonmal auf war, habe ich gleich noch einen 710er Deckel reingebaut.
710er_deckel.jpg

Immerhin gibt’s den auch bei Etel-Tuning

Sonntag, 14. August 2016 by Wolfram
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