Schockstarre



Wisst ihr eigentlich, wie die privaten Fernsehsender auf ihre Einschaltquoten kommen? Ich weiß es jetzt, die lösen bei den Zuschauern eine Schockstarre aus!

Und zwar ist mir das neulich aufgefallen, als ich versehentlich in eine Autosendung reingezappt habe. Da ging es um die Vorstellung eines neuen Automodells und die Zuschauer konnten per F4cebook fragen stellen. Der Moderator vor Ort hat dann probiert, jemanden zu finden, der die Fragen beantwortet.
Was bei mir die Schockstarre ausgelöst hat, war die orthografische Qualität der Fragen. Da treten Leute öffentlich mit ihrem Namen im Internet auf und denen ist ernsthaft komplett egal, für wie bescheuert man sie hält? Einer hat es gar geschafft, in zwei kurze Sätze vier Fehler einzubauen.
Ob meines blitzartig eingesetzten Schocks sehe ich mich nicht in der Lage, euch den genauen Wortlaut mitzuteilen, aber da waren so Perlen dabei wie “kan mann die Lene asimetrisch teilen?” und “wiviel Hubraum und wiviel Leistung?”

Ich bin mir nicht sicher, nach welchem System der Sender diese Beiträge ausgesucht hat. Wollen die den Eindruck erwecken, ihre Zuschauer können tatsächlich keine Rechtschreibung? Immerhin gab es zur Frage auch den vollen Namen des Fragestellenden.
Haben die vielleicht gar noch die besseren Kommentare ausgesucht? Ich habe keinen Account bei F4cebook und kann deshalb nicht nachschauen. Ist die Menschheit tatsächlich inzwischen so rechtschreiberisch-schmerzfrei am Kommunizieren?
Wie haben die Fragesteller ihre Führerscheinprüfung bestanden? Haben sie sie überhaupt bestanden oder schauen sie die Autosendung nur zwecks der Sehnsucht, so wie ich zum Beispiel Dokus aus fernen Ländern?

Auf jeden Fall hat das mit der Schockstarre in meinem Fall wunderbar funktioniert. Ich sah mich für einige Minuten außerstande, weiter zu zappen …

Montag, 12. Februar 2018 by Wolfram
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Der Wau-Effekt



“Wow, dein Hund scheißt ja Gold!”

“Klar, der hat ja auch die R0chers gefressen…”

Montag, 5. Februar 2018 by Wolfram
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Empathie



Unser Kleinstes (Baby darf ich ja fast nicht mehr sagen) hat sich einen Magen-Darm-Infekt gefangen und sich viele Sachen einfach nochmal durch den Kopf gehen lassen. Natürlich überwiegt bei akuten Erkrankungen die Sorge, aber im Nachhinein - so meinte meine liebe Frau - hätten wir vielleicht doch das inbrünstige Würgen aufnehmen sollen, weil es so überaus herzerweichend war …

#Rabeneltern-und-Spaß-dabei

Mittwoch, 15. November 2017 by Wolfram
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Zum Glück!



Zum Glück übernimmt am Wochenende unsere Große das Chillen für uns. Wenn wir auch noch Chillen müssten, kämen wir ja nie zum Rasenmähen oder Staubsaugen oder Wäschewaschen oder so …

Samstag, 30. September 2017 by Wolfram
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Für Unentschlossene und Entscheidungsschwächlinge



Ist euch auch schon aufgefallen, was es inzwischen beim Diskaunter des Vertrauens gibt?
20170930_universalflasche.jpg

Die Universalflasche!
Nicht braun, nicht grün!
Nicht Fisch, nicht Fleisch!
Eine links, eine rechts!

Genau das Richtige für Menschen mit Entscheidungsschwäche - zum Üben …

by Wolfram
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Marktlückenidee des Tages



Grade beim Kehren und Saugen trifft mich die Eingebung: Gibt es eigentlich sowas wie Klarlack für haarende Hunde?

Samstag, 5. August 2017 by Wolfram
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Tipps vom Profikoch



Heute mal wieder ein Tipp vom Profikoch. Uuund zwar geht der so:

Am Besten zieht man die nicht mitessbare Wachsrinde von einem Stück Gouda vor dem Würfeln ab.

Montag, 29. Mai 2017 by Wolfram
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Schöner warten mit Digital



Ich kann mich noch an terrestrisches Fernsehen erinnern. Der SDR (der Süddeutsche Rundfunk, Anm. d. Red.) hatte seinen Sender in Stuttgart und wir haben das Programm über eine Antenne im Dach mehr oder weniger direkt empfangen.
Dann kam irgendwann der Astra und das unbegrenzte Werbefernsehen. Wir haben uns zu irgendeiner Fußball-WM den Spaß erlaubt, uns das Bild per Satellit auf den Schirm zu holen, den Fernseher stumm zu schalten und als Tonspur die Live-Übertragung im Radio zuzuschalten. Das hatte gleich mehrere Vorteile, unter anderem den, dass wir schon mehrere Sekunden im Voraus wussten, wenn ein Tor fallen würde. Und dank des Radiotons hatten wir auch den deutlich motivierteren Kommentar.
Dann kam Astra-Digital. Schneefrei schauen! Aber die Übertragungszeit ist damit auch deutlich angestiegen, denn das Bild musste vor dem Versenden noch digitalisiert werden. Die gefühlte Zapp-Schwuppdizität sank ins Bodenlose, denn Umschalten dauerte statt ein paar Zehntelsekunden plötzlich deutlich merklich lang.
Moderne Receiver machen das dank schnellerer Elektronik natürlich deutlich besser, und man hat sich inzwischen auch so weit daran gewöhnt, dass zumindest ich nicht mehr viel über diese Verzögerung nachgedacht habe.

Bis neulich.

Denn wir haben uns nun auch so ein tolles neues DAB+-Radio zugelegt!
Wenn es ausgeschaltet ist, zeigt es eine nahezu Atomgenaue Uhrzeit an, weiß der Henker, woher. Wenn man es im DAB-Modus einschaltet, spielt es glasklares rauschfreies Radio. Und wenn man in der Nähe versehentlich ein analoges Radio anschaltet, kriegt man beinahe einen Koller, um wieviele Sekunden der DAB-Ton gegenüber dem FM-Ton versetzt ist. Mir ist das aufgefallen, als ich von den Kids rüber kam in unsere Küche und dasselbe Lied nochmal gehört habe.
Übrigens hat unser DAB+-Radio auch noch einen Analog-Modus, und das ist wirklich klasse, wenn man was nicht mitgekriegt hat. Galant ans Gerät gewandert, umgeschaltet auf FM und schon kann man sich die letzten paar Sekunden nochmal anhören …

Wahrscheinlich wird die Uhrzeit auf dem Dingens nur deshalb im Betrieb nicht angezeigt, damit man sich nicht wundert, warum der 12-Uhr-Gong erst um 10 Sekunden nach 12 Uhr kommt. Die Armbanduhr braucht man nach dem Ton nicht wirklich zu stellen.

Digitaler Rundfunk heißt für mich deshalb in erster Linie, dass ich zeitlich ziemlich weit weg bin vom “echten” Geschehen.
Mal sehen, wann ich mich auch an die DAB-Verzögerung gewöhnt habe …

Donnerstag, 20. Oktober 2016 by Wolfram
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