Wackelzahn



Wollte ich vorhin das Foto für den vorherigen Beitrag vom Teflon auf den Puter transferieren, per Bluetooth. Das geht normalerweise recht einfach: auf dem Händie das oder die Bilder markieren, dann auf das unsägliche Teilen-Icon tippen und “Bluetooth” als Empfänger auswählen. Dann in der Liste der verfügbaren Geräte den Computer auswählen und los geht’s.

Meistens.

Manchmal aber eben auch nicht.

Und dann hat man keinerlei Indiz, an welchem Gerät es wohl liegen mag. Letztlich habe ich beide Geräte einmal durchgebootet (ein alter Windows-Kampfschrei war ja immer: “Reboot tut goot”, das gilt leider inzwischen auch für andere Betriebssysteme), dann erst hat die Übertragung funktioniert.

Samstag, 1. September 2018 by Wolfram
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Wo APFS nicht gut tut



Apple hat ja mit irgendeinem der letzten größeren Betriebssystem-Updates auf allen Rechnern mit einzelner Festplatte das Dateisystem auf eine Eigenentwicklung mit dem Akronym APFS umgestellt. Das steht dem Vernehmen nach für „APple File System“ und soll laut Apple *der* Knüller schlechthin sein.
In der Tat sind so einige spannendende Features enthalten. Eins sorgt beispielsweise dafür, dass Dateien nicht unnötigerweise doppelt und dreifach abgelegt werden. Einen Bilderordner mit einem Gigabyte an Fotos zu kopieren und anderswo einzufügen, ist ein Klacks und im Handumdrehen erledigt, weil nur noch Hardlinks angelegt werden.
Aber was leider gar nicht mehr gut geht seither, ist die Art, wie ich meine Fotos aussortiere. Dafür verwende ich seit Anbeginn der Zeiten den Apple-Finder und QuickLook. Mit dem Finder öffne ich den Ordner mit den Bildern, schalte um auf die Listenansicht. Dann markiere ich die erste Datei und drücke die Leertaste. Wenn mir ein Bild aus irgendeinem Grund nicht taugt, drücke ich Cmd+Backspace zum Entsorgen, Quicklook zappt dann automatisch weiter zum nächsten Foto. Ansonsten drücke ich Cursor-Runter, um mir das nächste Foto anzuschauen. So bin ich Ruck-Zuck selbst durch größere Bestände durch.
War ich, muss ich eigentlich sagen.
Denn leider fehlt es genau diesem Vorgang seit dem APFS-Update massiv an gefühlter Schwuppdizität.
Schade eigentlich.

Freitag, 27. Juli 2018 by Wolfram
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Schreib-Äpp



Ich hab ja einen Computer von der Firma mit dem angefressenen Fallobst. Und mit dem Klaut-Eigenleben der aktuellen Äpps komme ich nicht immer ganz zurecht. Es mag für andere Leute recht geschickt sein, wenn sie ihre Dokumente auf den Stand “vor zwei Stunden” zurücksetzen können oder dass ihre vertraulichen Dinge sicher in die Klaut hochgeladen werden, schon bevor man auf “Speichern” drückt.
Aber es ist mit dem TextEdit nicht einfach, einfach nur einfachen Text zu bearbeiten oder zu speichern, was wiederum etwas ist, was ich des öfteren benötige. Einen kleinen schnellen Texteditor.
20171210_cot_editor.jpg
Früher™ gab es zu diesem Behufe eine Äpp mit dem Namen Smultron und einem schicken Erdbeerlogo, aber irgendwie hat der sich zu einem kommerziellen Produkt für über 10 €uro verkommen. Der GEdit, mein Lieblingseditor unter Linux, läuft unter High Sierra leider nicht mehr.

Also musste eine Alternative her, und ich habe tatsächlich eine gefunden: den CotEditor. Zu finden im Äppstore hier.

Sonntag, 10. Dezember 2017 by Wolfram
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High five, High Sierra!



Also, all die Dinge, die mir persönlich am neusten MacOS auffallen (und viel ist das nicht!), sind alle nicht sooo toll.

  • Es gibt jetzt ein “High Sierra”-Hintergrundbild
  • Das Logo für Siri ist anders geworden
  • Das Logo für den App-Store ist anders geworden
  • Man muss nun mächtig tricksen, um dem Safari einen Uniform Ressource Locator für ein Suchergebnis zu entreißen

Weil nämlich selbst wenn man Google als URL aufruft (und nicht die Uni-Bar verwendet) und einen Suchbegriff eingibt, dann sieht die Adressleiste im Ergebnis nur so aus:
20171001_nix_url.jpg
Und wenn man diese Suche samt Ergebnis dann weiter geben will (gut, dazu sollte man eigentlich auch sowieso eher lmgtfy verwenden, SCNR), dann schickt man normalerweise den Link aus der Adressleiste. Bisher hab ich dafür meinen Cursor in der Adressleiste platziert,den URL markiert und kopiert. Bei zum Beispiel Wikipedia geht das auch nach wie vor, aber nicht mehr beim Ergebnis von Websuchen.
Im “Ablage”-Menü gibt es den Menüpunkt “Teilen …”, worin es Optionen zum Mailen und für iMessage und LinkedIn und was weiß ich was alles gibt. Aber den URL kriegt man so nicht.

Dafür muss man neuerdings offenbar Tricksen.
Ich helfe mir aktuell so: ein beherzter Klick auf “Diese Seite mailen”, dann den URL aus dem Mailentwurf rauskopieren und dann den Entwurf verwerfen.
So einfach, nicht wahr?
:-)

Sonntag, 1. Oktober 2017 by Wolfram
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Geht nicht



Bevor sich da jemand anderes auch die Zähne dran ausbeißt: Es funktioniert nicht ohne weiteres, von einer Sony Handycam DCR-HC17E Videos auf einen aktuelleren Mac zu überspielen.

Die Kamera hat zwar einen Mini-USB-Anschluss (Mini, nicht Mikro! Und ich musste eine ganze Weile in meinem Fundus kruschteln, bis so ein Kabel aufgetaucht ist), aber den Video-Stream aus der Kamera kriegt man offenbar nur unter dem Betriebssystem aus Redmond eingefangen.
Hingegen funktioniert die Übertragung per FireEire (also known as IEEE1394, i.LINK) problemlos, selbst ohne iMovie kann man einfach mit dem Quicktime-Player aufnehmen. Das ist aber genau die Schnittstelle, die aktuelleren Macs fehlt und per teurem Adapter nachgerüstet werden will …

Die Lösung meines konkreten Problems bestand darin, mein gutes altes 2006er Macbook samt dem 4pol. (Kamera) auf 6pol. FireWire-400-Kabel wieder auszugraben.

Allerdings ist die PAL-Auflösung von damals™ heutzutage nur noch als „unterirdisch“ zu bezeichnen. Selbst billigste Sub-Hekto-Euro-Actionkameras machen das deutlich besser. Immerhin habe ich die Videos nun verlustfrei (Anm. d. Red: lach) dank Mini-DV …

Sonntag, 26. März 2017 by Wolfram
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Von A nach B



Ich habe meine ganz eigene Strategie zum Sichern von Fotos. Ein Schritt in der Backupkette ist das Sichern der Fotos auf einer externen Festplatte. Der andere Schritt ist, den Inhalt dieser Platte auf eine andere Platte zu sichern. Das kann man über irgendwelche grafische Tools machen oder ein Image der einen Festplatte auf die andere draufjubeln. Da es sich aber um Fotos handelt, ist eine Dateibasierte Kopiermethode eigentlich die schlauere Wahl, da dabei im Falle eines Falles nicht gleich die ganze Platte hopps ist sondern nur einzelne Dateien.
Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht eine Terminal-basierte Lösung für das Problem gesucht hätte …

Et voilà:
Unixoide Betriebssysteme bringen für genau den Zweck das Kommandozeilentool “rsync” mit. “rsync” gleicht zwei Verzeichnisse miteinander ab. Das geht sogar über’s Netzwerk, aber ich brauche das ja nur lokal (was mir niemand verbietet). Also habe ich kurz die Optionen in der Man-Page überflogen: aha, da gibt es ein “-a”, was gleichbedeutend ist mit “-rlpdgoD” und zum Archivieren gut sein soll. Und ein “-v”, was den Fortschritt ausgibt. Und mein Mac bindet externe Platten im Pfad “/Volumes” ein. Also probiere ich:

rsync -av /Volumes/Platte_1  /Volumes/Platte_2

Super Sache, das Kopieren geht direkt los!
Weil es viele Dateien sind, dauert das auch eine ganze Weile.
Aber die Fortschrittskontrolle zeigt mir: auf “Platte_2” wird alles in einen Ordner mit dem Namen “Platte_1” reinkopiert … So wollte ich das doch nicht haben!
Ich probiere verschiedene andere Optionen, sogar eine grafische Oberfläche für “rsync”, aber irgendwie will mir nicht das gelingen, was ich vorhabe, nämlich eine dateibasierte 1:1-Kopie zu erstellen.
Des Rätsels Lösung finde ich dann wieder in der Man-Page von “rsync” (die ich vielleicht sorgfältiger hätte lesen sollen), im “Usage”-Kapitel:

“A trailing slash on the source changes this behavior to avoid creating an additional directory level at the destination.”

TL;DR:
Wer also dasselbe vor hat wie ich, schreibt statt

rsync -av /Volumes/Platte_1  /Volumes/Platte_2

lieber

rsync -av /Volumes/Platte_1/  /Volumes/Platte_2
Samstag, 23. Juli 2016 by Wolfram
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MacBook Air abgestürzt



Schon seit einigen Jahren habe ich ein Dreizehnzoll-MacBook Air. Es hat mich bisher nie im Stich gelassen und war mir für alle rechnergestützten Schandtaten gut genug. Ob Web-Entwicklung oder Grußkarten designen, ob Programmieren oder Fotos bearbeiten. Akkulaufzeit bestens, alle Anschlüsse dran, die ich brauche. Alles gut, alles super.

Nun ist es mir zum ersten Mal so richtig abgestürzt:
mba_absturz.jpg

Zugegeben, im technischen Sinne ist es nicht wirklich defekt, denn es funktioniert immer noch einwandfrei (ich schreibe diesen Text gerade auf dem Gerät). Und diese Delle ist auch nicht die einzige Unfallfolge. Unter anderem hat eine Kaffeetasse ihr Leben gelassen und dabei irgendwie meinen Daumen böse aufgeschlitzt und es war auch sehr viel Blut aufzuputzen.

Aber irgendwie ärgere ich mich über die Delle am meisten …

Samstag, 16. Juli 2016 by Wolfram
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Schlückchen



Ein kleiner Schluck heißt auf Englisch “sip“. Und mit mehreren davon können Macianer Menschen per e-Mail glücklich machen.

Glaubt ihr nicht?
Ich erklär’s euch …

Also, mal angenommen, ihr habt bei irgendeiner Gelegenheit ein paar Fotos gemacht. Und diese Fotos wollt ihr jetzt irgendwelchen Leuten zur Verfügung stellen. Dann könntet ihr ja hergehen und die Fotos auf CD brennen. Wenn ihr aber ein paar Fotos mehr gemacht habt, dann reicht eine CD nicht weit. Denn auf eine CD passen nur knapp 700MB drauf, und selbst die 10-Megapixel-Fotos von meiner guten alten EOS 1000D haben im Modus “JPEG Fein“ schon gut 3,5MB pro Stück.
Gut, dann muss man halt auf DVD oder auf USB-Stick ausweichen, aber auch das hat mitunter so seine Tücken.
Am Einfachsten (und dazu noch betriebssystemunabhängig) ist es, die Fotos irgendwohin hochzuladen und den Link zu verschicken. Je nach Uplink kann das aber auch eine ganze Weile dauern. Mit meinem aktuellen DSL16000 kann ich unter optimalen Bedingungen etwa 125kB/s hochladen. Ein Gigabyte dauert also über zwei Stunden.

Nun braucht man für “zappt-euch-mal-durch“-Bilder keine zig Megapixel Auflösung; die meisten Leute sind auch heute noch mit Monitorauflösungen unterhalb von FullHD unterwegs sein. Das sind ja grademal zwei Megapixel und weit weg von den über 20 Megapixeln, die momentan bei den Kameras so das Maß der Dinge sind. Wenn man also die Fotos vor dem Hochladen in der Auflösung reduzieren würde, dann könnte man sich einiges an Zeit, Datenvolumen und Nerven sparen. Die etwas besseren Bildbearbeitungsprogramme haben dafür einen Stapel- oder Batchmodus, den man aber erstmal bedienen lernen muss.
Und genau an der Stelle kommen die Schlückchen ins Spiel. Es gibt nämlich auf dem Mac ein Kommandozeilenwerkzeug mit dem Namen “sips“, das solche Geschichten zu einem Klacks macht! Natürlich steht „sips“ hier nicht für “Schlückchen” sondern für “scriptable image processing system“, und es kann so einiges.

Seht mal beispielsweise diesen Screenshot:
sips_screenshot.png

Ich habe hier der Reihe nach folgendes gemacht:

  • mit “ls -l“ (oder eben “ll“, wenn ein entsprechender Alias eingerichtet ist) die Dateigröße meines Testbildes mit 3,5MB ermittelt
  • das “file“-Kommando auf dem Mac zeigt leider keine Bildgrößen für JPEGs an (für andere Bilddateitypen übrigens sehr wohl!)
  • also nehme ich auch zur Bestandsaufnahme „sips“ und stelle fest, dass mein Bild 3888×2592 Pixel groß ist
  • nun schrumpfe ich das Bild (obacht: es wird dabei überschrieben!) mit „sips -Z 2048 “. Sehr wichtig ist hier das große Z.
  • das Bild hat nach der Rosskur nur noch 449kB und es ist nur noch 2048×1365 Pixel groß

Der Parameter mit dem großen “Z“ dient zur Angabe der maximalen Bildgröße. Das Bild wird dann von „sips“ proportional so skaliert, dass sowohl Breite als auch Höhe nicht größer als die angegebene Pixelgröße sind.

In der Praxis wird man nicht alle Dateinamen eingeben sondern ganze Bilderserien eindampfen wollen. Ich mach das dann immer so:

  • mit dem Finder eine Kopie des Bilderordners z.B. auf den Desktop machen
  • Terminalprogramm öffnen
  • dort „cd“ und ein Leerzeichen eingeben
  • den Ordner vom Desktop ins Terminal ziehen (damit kopiert man den Ordnernamen), dann Return drücken; nun befindet man sich in diesem Ordner.
  • jetzt ein beherztes sips -Z 2048 * — der Stern sorgt dafür, dass alle Dateien in dem Ordner behandelt werden
  • nachdem sips fertig ist, befinden sich in dem Ordner die skalierten Bilder, die nach Belieben weiterverwendet werden können.

Für das exemplarische Schrumpfen von siebenunddreißig 10-Megapixel-Bildern brauchte mein Macbook Air grade eben etwa 10 Sekunden; dabei werden aus ursprünglich 109 MB noch 13MB.

Und dann klappt’s auch mit Dropbox & Co.

Mittwoch, 23. März 2016 by Wolfram
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