Schwieriges Thema



Bei Möchtegernbäckern wie mir passiert es ja eher selten, dass sich Plätzchen einer Sorte ähneln wie ein Ei dem anderen. Hier möchte ich das euch geneigten Vorbeisurfern einmal am praktischen Beispiel “Eierlikör-Plätzchen” (1) (die übrigens zwar geschmacklich schon in Ordnung sind, aber Eierlikör schmeckt man beim besten Willen keinen raus) demonstrieren.
20221127_eierlikoerplaetzchen.jpg

Das schwierige Thema aus der Überschrift fängt dann nach dem Backen an: das “Krüppelfressen”. Dabei werden Plätzchen, die optisch eher unschön daher kommen, durch umgehenden Verzehr der Möglichkeit beraubt, es sich in der Keksdose bequem zu machen.
Nun ist so ein Selektionsverfahren natürlich eine höchst subjektive Angelegenheit, mit allenfalls formal zu bewertenden Kriterien.
Keks zu knusper? Raus! Glasur ungleichmäßig? Weg! Bestreuung zu grob/zu fein/schlecht verteilt? Hinfort!
Und es liegt in der Natur der Sache, dass sich die Augen direkt nach erfolgter Auswahl des eines Kandidaten schon auf die Suche nach dem nächsten Keks machen. Da es aber, egal wie viele Iterationen man schon durch hat, immer einen Keks gibt, der nicht ganz so toll aussieht, wie die anderen, dezimiert sich die Rest-Keks-Anzahl bedenklich schnell und sehr deutlich.

Ein sehr schwieriges Thema, wie Sie selbst sehen!

Eine Universallösung kann und will ich nicht anbieten.
Möglich ist beispielsweise der Verzehr von Blauschimmelkäse, um den Kekshunger zu minimieren. Oder die Zubereitung einer mehrfachen Menge, in der Hoffnung, dass dem Sortierer rechtzeitig schlecht wird.
Als überaus kontraproduktiv entpuppte sich in der Praxis übrigens eine Arbeitsteilung - diese beschleunigt den Vorgang in aller Regel noch zusätzlich.

(1): https://www.frag-mutti.de/eierlikoer-plaetzchen-a57890/

Sonntag, 27. November 2022 by Wolfram
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