Montag, 18. Mai 2015

Die Rettung der Dübel

Wer auch nur minimalst heimwerkerisch unterwegs ist, kennt sie: Dübel.
Und dann gibt’s auch gute Chancen, dass man schonmal einen Dübel beim Versenken “vergrießgnaddelt” hat, weil beispielsweise der Hammer zu klein war. Das sieht dann vielleicht etwa so aus:

duebel_1.jpg

Aber trotzdem kriegt man noch was flach an die Wand geschraubt, wenn man die Situation irgendwie retten kann. Zum Beispiel mit einem Bastelmesser oder einem gut geschärften Stemmeisen den überstehenden Rand abschneiden oder so.
Aber tatsächlich funktioniert dieser Trick hier auch ganz gut (vorausgesetzt, das Loch in der Wand ist tief genug!): Man setze eine Schraube so ein bis drei Umdrehungen weit an. Dann klopfe man auf den Schraubenkopf.

duebel_2.jpg

Das müsste (wie gesagt, sofern das Bohrloch tief genug ist) dazu führen, dass der Dübel sich vollends in die Wand verzieht:

duebel_3.jpg

Et voilà: Bündiges Montieren kein Problem!

duebel_4.jpg

Samstag, 9. Mai 2015

Sectio Corsarea

Neulich habe ich mal wieder meinen Spritzwasserbehälter am Auto aufgefüllt. So richtig schön randvoll.
Ein paar Tage drauf hab ich dann am Hebel gezogen, und aus den Düsen kam nicht wirklich viel. Also habe ich eine Druckluftpistole bemüht und damit ein wenig in die Düsen reingehustet.
Cool, dann ging das mit dem Scheibe-Saubermachen wieder einwandfrei.

Weil dann ein paar Tage lang gutes Wetter war, hat mich das Spritzwasser auch nicht mehr wirklich interessiert, zumal ich dachte, alles wäre nun gut.
Dann kam aber der Tag, an dem ich bei Nieselregen von der Arbeit heim gefahren bin und aus meinen Spritzwasserdüsen kam — nichts.

Daheim habe ich mich direkt mit Werkzeug bewaffnet, mit dem festen Vorsatz, dem Problem auf den Grund zu gehen. Und das ging dann so ab:

  • Die beiden Scheibenwischer abbauen (Deckel hochheben, Mutter entfernen, ein paar leichte Schläge mit dem Hammer auf den Konus)
  • Motorhaube auf
  • die lange, dicke Gummilippe vom Blechfalz heben
  • die beiden großen Kunststoffabdeckungen abbauen. Die haben je links und rechts und in der Mitte eine Torx-Schraube. Dabei auf den Wischwasserschlauch aufpassen.
  • die beiden Schrauben, die das Wischergestänge halten (links und rechts), wegschrauben, elektrische Verbindung zum Wischer lösen
  • das Wischergestänge herausfädeln, Achtung mit dem Dorn etwa in der Mitte des Gestänges

Nun kommt man endlich ordentlich an den Spritzwasserbehälter samt Pumpe dran und kann (nach Lösen des Steckers) das gute Stück rausheben.

Ich habe den Behälter zuerst mal in ein anderes Gefäß entleert (er war ja frisch aufgefüllt, wir erinnern uns) und die Pumpe aus ihrem schwarzen Gummistopfen im Behälter herausgelupft. Ein bisschen Druckluft zeigte, dass der Schlauch und die Düsen einwandfrei funktionierten. Die Pumpe habe ich an ihren Stecker angeschlossen und testweise meinen Wischerhebel betätigt — auch hier keinerlei Probleme.
Das umgefüllte Spritzwasser sah eigentlich auch unauffällig aus. Nun war ich ein wenig ratlos. Bis ich mir den schwarzen Gummistopfen nochmal angeschaut habe. Weil, so dachte ich, wenn man von oben reinschaut, müsste man ja eigentlich den Boden des Spritzwasserbehälters sehen. Dem war aber nicht so.
Also habe ich auch noch den Gummistopfen aus dem Behälter gezerrt — und siehe da! Der Gummistopfen ist beim Corsa C gleichzeitig ein Fremdkörpersieb! Und das war dicht.
Aus irgendeinem Grund hatte ich (vielleicht durch das Mischen von zwei verschiedenen Scheibenreinigermittelchen?) eine glibbrige, kleisterähnliche Masse im Spritzwasserbehälter.
Die Lösung gestaltete sich von dem Moment an recht schlicht: mehrmaliges Fluten und Ausleeren des Behälters, und der berühmt-berüchtigte “Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge”.
Beim C-Corsa sollte man dabei an ein paar Punkten Vorsicht walten lassen:

  • der Zusammenbau ist eine gute Gelegenheit, den unteren Rand der Frontscheibe mal zu putzen. Achtung mit dem U-Profil an der unteren Glaskante!
  • zuerst den Spritzwasserbehälter samt Pumpe einbauen; elektrisch und hydraulisch (zumindest den Heckwischer, rechts) anschließen
  • Scheibenwischergestänge einfädeln (auf den Dorn aufpassen) und festschrauben
  • beim Einbau der schwarzen Abdeckungen darauf aufpassen, dass die Kante an der Windschutzscheibe sauber von der Abdeckung umfasst wird
  • nicht vergessen, den Schlauch für die vorderen Wischwasserdüsen an die Pumpe (links) anzuklemmen!

Nun dachte ich, ich könnte mein altes Spritzwasser recyceln und habe mir (für den Fall, dass da noch Glibberzeugs drin ist) einen Trichter mit Feinsieb geschnappt. Der war aber tatsächlich innerhalb von Sekunden so dicht mit Glibberzeug, dass ich das alte Spritzwasser nicht mehr weiter verwendet habe. Stattdessen kam frisches Wasser und Scheibenreinigerzusatz rein.

Und kaum ein paar Stunden später spritzte es schon wieder, wie es soll …

Samstag, 28. März 2015

Le iPhone 4S massacre

Ich präsentiere: das iPhone 4S-Massaker!

iphone_4s_massaker.jpg

Und wozu?
Wegen der Spiderweb-App Pro™ …

iphone_4s_massaker2.jpg

Wie echte Experten leicht erkennen, ist auf der links abgebildeten Display-Einheit die Schutzfolie schräg auf die Scherben aufgebracht. Das konnte so natürlich nicht bleiben ;-)

Und wo schonmal alles zerlegt war, gab es bei der Gelegenheit auch gleich einen neue Akku.

An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an das Team von iFixit, wo es die genialen Reparaturanleitungen gibt. Ich habe dort auch die Ersatzteile bestellt, um das iFixit zu unterstützen.
Ja, ich weiß, dass es das Zeugs bei irgendwelchen Online-Ramschläden oder Auktionshäusern billiger gibt. Aber erstens habe ich dafür keine Accounts und zweitens supporte ich gerne Leute, die was Gutes tun.

Kurbelbruch

Alu-Druckguss ist ja im Allgemeinen nichts für die Ewigkeit.
Wir haben da so einen Apfelkringel-Schälmacher aus Alu-Druckguss, und der ist (Zitat des “Täters”) “ausversehentlich” runtergefallen.
Dann war die Kurbel ab … Das grüne Dingens unten im Bild.
In solchen Momenten bin ich immer sehr dankbar für Opas Werkstatt. Weil in der Werkstatt konnte ich mit wenig Aufwand eine neue, massive Kurbel basteln:

apfelschaeler.jpg

Jetzt schält/kringelt er wieder!

Montag, 9. März 2015

(Ver-)Schaltungstechnik

Beim Opel Vivaro wird wie bei fast allen halbwegs modernen Autos per Seilzug geschaltet. Das heißt, vom Schalthebel geht einer oder mehrere Bowdenzüge in Richtung Getriebe. So eine Konstruktion ist dank teflonbeschichteten Tüllen und aktueller Fertigungstechnik üblicherweise weitestgehend wartungsfrei.
Aber.
Es gibt Ausnahmen, und der Vivaro ist so eine, wie ich seit vorgestern weiß.
Weil da ist es so, dass das eine Ende des Zuges ein Kunststoffteil ist, welches auf eine Metallkugel aufgeklippst wird. Sowas hier:

kugelgelenk.png

Das ist grob die Konstruktion, welche sich getriebeseitig findet. Am Getriebe ist ein Hebel, auf dem Hebel drauf ist das Kugelköpfchen und da wird das Kunststoffteil mit dem Zug dran unter Anwendung von mehr oder weniger Gewalt draufgeklippst.
Wenn nun das Kunststoffteil wegen ruppiger Fahrer oder vieler Schaltvorgänge irgendwann mal seine ursprünglichen Maße nicht mehr hat (und das ist bei Kunststoff nunmal einfach so, sobald irgendwelche Kräfte darauf wirken), dann kann es auch mal passieren, dass das Kunststoffteil von dem Kugelköpfchen runter hüpft.
Und dann steht man da und der Schalthebel ist nur noch Deko …

Ich hab als Abhilfe nun aus Blech und ein paar Flügelmuttern und ein paar 5er Schrauben eine kleine Klammer gebastelt (bis der neue Zug eingebaut wird). Von oben sieht mein Teilchen so aus:

schaltzug_klammer_von_oben.jpg

Und von schräg unten so:

schaltzug_klammer_von_unten.jpg

Die Idee war, dass die Nut (der “Schlitz” in dem Bild) recht stramm um den “Hals” des Kugelköpfchens drumrum passt, das Blech-U das Kunststoffteil umfasst und die Schrauben die Klammer daran hindern, verlustig zu gehen.
In der Theorie müsste das eigentlich reichen, dass da nichts mehr von der Kugel runter hüpfen kann. Von der Seite betrachtet sieht das so aus:

kugelgelenk_mit_klammer.png

Ich hätte ja gerne Fotos aus dem Motorraum gemacht, aber die Stelle ist (wenn man vor dem Auto steht) auf der rechten Seite dermaßen unter diversen Schläuchen verborgen, dass da fotografisch leider nichts zu machen war.

Mal sehen, wie lang das hält …

Sonntag, 21. Dezember 2014

Last-Minute-Basteln

Heute gibt’s hier ein richtiges Fest an Bildern, für alle meine Leser, die vielleicht ab Montag Urlaub haben und nicht wie ich noch Arbeiten müssen. Da es echt viele Fotos geworden sind, benutze ich heute mal wieder die Weiterlesen-Funktion.

Obacht: diese Bastelei ist etwas aufwendiger! Es sollte deshalb etwas Zeit eingeplant werden!

Dieser Stern ist für ans Fenster hängen gedacht und basiert auf fünfeckigem Papier. Ich habe mir eine Pappschablone von einem Fünfeck gemacht, die immer auf das Transparentpapier gelegt und mit einem Bastelmesser ausgesäbelt. An dieser Stelle empfiehlt es sich bereits, sorgfältig zu arbeiten. Je genauer das Pentagon wird, desto schöner wird hinterher der ganze Stern.
Man kann sich diese Schablone mit der üblichen Zirkel-und-Lineal-Methode bauen oder mit der 72-Grad-Methode. Schaut in die Wikipedia, wenn ihr damit nichts anfangen könnt.

Gesehen habe ich die Dinger übrigens beim Fräulein Otten; herzlichen Dank für die Anregung! Ich musste aber UNBEDINGT selber eine Anleitung machen …
:-)

Wir schnitzen uns also mit unserer Schablone erstmal 10 Fünfecke aus. Das kann auch einfarbiges Transparentpapier sein, aber in Bunt wird’s schöner, glaubt mir.
Auf dem ersten Foto sieht man auch schon, wie das Dingens mal zusammen geklebt wird, aber der Reihe nach…

fensterstern_01.jpg

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Samstag, 13. Dezember 2014

Proxxon Putt

Meine Frau bastelt leidenschaftlich gern. Und wie’s halt so kommt, braucht man dabei öftersmal irgendwo ein Loch drin. Oder eine Kleinigkeit glattgeschliffen. Oder irgendwo eine kleine Ecke weg.
Soll heißen, es gibt Arbeiten, die auch der beste Akkuschrauber wegen “zu fein” nicht mehr hinbekommt, die von Hand aber übelst aufwändig wären. Und an der Stelle springt typischerweise Proxxon ein mit praxisgerechtem, motorisierten Miniaturwerkzeug.

Nun sind meine Proxxon-Sachen inzwischen schon deutlich 20 Jahre alt, und obwohl wir die Geräte nicht allzu heftig benutzt haben, haben sie inzwischen doch so ein paar Macken. Eine der ärgerlichen Macken ist, dass die Kabel nicht mehr so toll waren. Speziell in und kurz nach den Knickschutztüllen war das Kupfer durch.
Bei meinem Feinbohrschleifer hatte ich mir geräteseitig bereits mit einer Lüsterklemme geholfen, aber nun hatten wir den Wackler am vergossenen Stecker, und da war nix mehr mit flicken.

proxxon_kaputt.jpg

Im Internet habe ich ein paar dubiose Online-Shops gefunden, die Proxxon-Ersatzteile anbieten. Sehr viel seriöser kam mir dann aber doch die Anfrage direkt beim Hersteller vor. Und siehe da: für wenig Geld (< 10€ incl. Porto) hat mir Proxxon zwei neue Spiralkabel geschickt! Sogar die aktuelle, verbesserte Variante mit verstärktem Knickschutz, Verpolschutz aus Metall und neuerem Design!

proxxon_ersatzteile.jpg

Jetzt kann meine Frau wieder arbeiten!

proxxon_wieder_gut.jpg

Wer hat den längeren?

Heute hat der rote Wagen auf der Autorennbahn öfters mal gestreikt (obwohl weder Bahn noch Lusthansa noch Verdi). Also haben wir uns mal die Stromabnehmer-Bürsten genauer angeschaut:

salextric_buerstenvergleich1.jpg

Jeweils links ist die “leicht gebrauchte” und rechts die “frisch ausgetütete” Bürste zu sehen.

salextric_buerstenvergleich2.jpg

Weil wir keinen Plan hatten, ob die Bürsten mit solchen Maßen nun verschlissen sind oder nicht, haben wir mal prophylaktisch getauscht.

Und siehe da: Vermutlich hing das Streik-Problem dann doch damit zusammen, denn nach dem Tausch ging der Wagen wieder ordentlich.

Samstag, 25. Oktober 2014

Aus drei mach zwei

Beim Elektronikversand meines Vertrauens habe ich mir schon vor einiger Zeit ein paar Modell-Hubschrauber mit Infrarotfernsteuerung bestellt. Natürlich erwiesen diese sich - insbesondere in Kinderhand - als nicht sonderlich haltbar, zumal bei dem geringen Preis von unter 20€.
Lange dauerte es nicht, und bei einem war die Steuerstange zum Stabilisator-Rotor hinüber; leider ein recht wichtiges Teil bei Modellhubschraubern mit Koaxialrotor. Beim anderen hat sich ein Zahnrad verflüchtigt. Und beim Dritten war die Steuerstange zwar noch da, aber der Kugelkopf am Stabi ist abgebrochen.

Zeit also, sich mal hinzusetzen, einen der Helis zum Ersatzteillager zu erklären und zu zerlegen.

schrobschrob-zerlegt-repariert.jpg

Mit den Teilen konnte ich die anderen beiden Modellhubschrauber wieder zum Leben erwecken.
Jetzt habe ich noch so ein paar Dinge übrig; braucht jemand was?

schrobschrob-teile.jpg

Sonntag, 12. Oktober 2014

Neue Kategorie

Vor ein paar Tagen habe ich eine neue Kategorie gebastelt, die heißt “I fixed it”.

Darin will ich Berichte über Sachen sammeln, die ich repariert beziehungsweise erfolgreich wieder in Gang gebracht habe. Oder andersrum: Geschichten über Dinge die ich zerlegt hatte und die trotzdem noch funktionieren.

;-)

Ein paar Beiträge habe ich schon einsortiert, allerdings hab ich jetzt nicht das ganze Blog durchsucht. Deshalb ist zum Beispiel der Bericht über die Scheibenreparatur an meiner EOS nicht drin. Aber neueres dann.

Könnte ganz spannend werden, hab ich das Gefühl.

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