Neulich hat das Mopped vom Kind, eine Yamaha YBR 125, “auf einmal” seltsame Geräusche gemacht und nicht mehr so recht gezogen. Bei der Kontrolle des Ölstands (der war okay) ist uns unangenehmer Geruch aufgefallen, und der Kickstarter hat sich auch nur noch sehr seltsam bedienen lassen. Es musste also was im Motor drin faul sein. Kupplung haben wir ausgeschlossen, die war gerade erst neu.
Also haben wir den Motor rausgewuchtet, und nach dem Entfernen des linken Gehäusedeckels habe ich gesehen, dass der Stator der Lichtmaschine ordentlich verschmort war. Kunststoffteile lagen im Ölbad herum und haben den Rundlauf behindert. Nach Entfernen der Brocken und Reinigungsarbeiten ging der Kickstarter auch wieder wunderbar.
Und nach dem Durchpiepsen war klar: wir brauchen einen neuen Stator.
Leider wurde die YBR in unterschiedlichen Varianten gebaut, sodass ich zunächst einmal ein unpassendes Teil geordert habe (es gab Statoren mit 8 Polen und welche mit 18). Aber irgendwann hatte ich einen passenden Stator auf der Werkbank.
Nach dem Einbau des Ersatzteils und Komplettierung des Mopeds lief der Motor nach meinem Empfinden auch wieder ordentlich, zumindest im Stand. Den großen Test hat dann das Kind gemacht - aber der ging nicht sonderlich lange. Nach nur 6km (vorsichtiger) Fahrt ging der Motor aus und nicht wieder an. Nach dem Teilzerlegen zeigte sich, dass wieder der Stator der Spielverderber war. Wieder haben geschmolzene Kunststoffteile den Rotationsdrang behindert. Aus Jux und Dollerei habe ich dann vor lauter Ratlosigkeit nochmal den Kickstarter betätigt, und dabei fiel dem Kind auf, dass der Rotor ordentlich gewackelt hat.
Also: Motor raus und diesmal richtig klein machen.
Und dann war klar, worin das Problem lag:
It doesn’t work, because it is broken. Literally.
