Sonntag, 10. Oktober 2010

Gewagte These

Der Fefe hat gestern die These aufgestellt, dass wenn ein Politiker eine Schule besucht, dort die Durchschnittsbildung sinkt, um nicht zu sagen, sogar einbricht.

Vor allem das verlinkte Bild gefällt mir gut!

Und auf F!XMBR gibt es eine nette Sammlung von Stuttgart-21-Plakaten, auf denen der Kollege, den der Fefe meint, auch ein paar mal auftaucht.

:-)

Samstag, 9. Oktober 2010

Beton

Wie sagte noch die Oma gestern Abend:
“Beton ist ein Material, das nicht eher fest wird als bis der erste Kinderfuß draufgetreten ist.”

Das mit den Kinderfüßen konnten wir zwar noch verhindern, aber eine der Katzen hat sich offenbar über Nacht ausgetobt…

:-)

Freitag, 8. Oktober 2010

Simons Katze strikes back…

… und diesmal hab ich das sogar schon vor der Creezy im Blog …
:-)

(Youtube-Link, für iPad-User und so Leute)

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Nachtlicht

Heute mal ein Beitrag aus Belgien.
Genauer gesagt, aus Ieper.

Ich bin ja echt nicht so der Geschichts-Freak, dafür aber Pazifist.
Deshalb hat mich mein erster Aufenthalt hier schon etwas kalt erwischt, denn Ieper ist im Prinzip ein einziges großes Kriegsmahnmal.
Hunderttausende Soldaten aus aller Herren Länder sind hier in den beiden Weltkriegen umgekommen, laut den allgegenwärtigen Prospekten wurde die Stadt komplett geschleift und nach dem ersten Weltkrieg wieder neu (!) aufgebaut(!). Insofern sind die Gebäude auf meinen zwei Fotos hier nicht wirklich so alt, wie sie aussehen:

ieper_lakenhal.jpg

Das hier ist das so genannte Gewandhaus oder auch Tuchhalle. Früher wurden dort (wer hätt’s gedacht?) Tücher gehandelt, was Ieper relativ reich gemacht hat. Das Gebäude ist wirklich RIESIG, wie man auch in Google-Maps gut sehen kann.
Heute werden darin freilich keine Textilien mehr gedealt, vielmehr ist nun das “In Flanders Fields Museum” drin (dessen Webseite leider komplett Flash-verseucht ist).


ieper_sint_maartenskerk.jpg

Und hier ein Foto von der Ost-Ecke der Sankt-Martinskirche, die sich nördlich vom Gewandhaus befindet.
Die Beleuchtung der Gebäude ist wirklich beeindruckend!

In Ieper gibt es auch eine für unwissende Besucher recht befremdliche Sitte: Seit 1928 wird jeden Abend um 20:00 Uhr am Menentor der Zapfenstreich geblasen. Jeden Abend. Und es gibt sogar eine eigene Webseite dazu. Wenn man sich das Menentor zum ersten Mal anschaut, meint man, die Erbauer hätten die Steine nicht richtig behauen. Beim Näherkommen merkt man, dass die Wände mit eingemeißelten Namen bedeckt sind. Von über 50000 gefallenen Soldaten. Breathtaking, würde der Brite sagen.

Ich habe freilich noch einige Fotos mehr gemacht, aber mein Viewty macht nachts nur ungern scharfe Bilder…

Zum Abschluss noch ein Futtertipp für alle, die auch mal hier hinkommen: In T’Kleinstadhuis. Direkt am großen Markt gelegen. Nicht sonderlich exquisit, was die Deko angeht (es gibt also nur ein Besteck und ein Glas auf dem Tisch), dafür aber günstig und superlecker.

Donnerstag, 30. September 2010

Wasserhahn und Propellerbanane

Hier zeige ich den allerersten Einhebel-Mischer, der mir in England über den Weg gelaufen ist:

erster_einarmmischer.jpg

Und auch sonst scheint mein Hotel der englischen Zeit um gut 20 Jahre voraus zu sein, denn das Fenster ist schon doppelt verglast und aus Kunststoff.
Da passt gut dazu, dass bei der Anreise im obligatorischen Heftchen der Airline stand, dass das allererste Passivhaus in England erst kürzlich im August 2010 aufgerichtet wurde — von einer deutschen Firma…

Nachfolgende Bilder zeigen dasselbe Motiv, nämlich den rechten Propeller einer Bombardier Dash 8 - Q400.
Und sie zeigen sehr deutlich, dass mein Viewty seinen Sensorchip zeilenweise nacheinander ausliest. In alle billigen Consumergeräte wandert nämlich üblicherweise ein günstiger Rolling-Shutter-Sensor.

rolling_shutter_propeller1.jpg

Wenigstens löst sich das Teil im Querformat nicht so auf, wie im Hochformat…

rolling_shutter_propeller2.jpg

Mittwoch, 29. September 2010

Steinlinge oder Pfifferpilze?

Der SWR will ja also öffentlich-rechtlicher Sender die Menschheit davor bewahren, giftige Pilze zu vespern (das geht ja direkt auf die GEZ-Einkünfte) und hat deshalb eine entsprechende Artikelserie ins Internet gestellt.

Unter anderem ist dabei ein Artikel vom Giftinformationszentrum Mainz, der mit “Vorsicht Giftpilz!” betitelt ist.
Stutzig bin ich beim dritten Bild geworden, weil ich da drauf irgendwie keinen Giftpilz erkennen konnte.

Und tatsächlich: da lässt der SWR (der immerhin einen öffentlichen Bildungsauftrag hat) offenbar jemand Bildunterschriften schreiben der selbst keinen Plan hat, wie man auf diesem Screenshot erkennen kann:

swr_verwechselt_pilze.png

Oder sind neuerdings Pfifferlinge und Steinpilze wirklich dasselbe?!??

:-)


(Der Screenshot ist aus dem Originalartikel)

Sonntag, 26. September 2010

Sprache als Mittel zur Verwirrung

Die FAZ hat heute ein Interview mit Guy Deutscher parat.
Darin beschreibt der Linguist, wie unterschiedlich verschiedene Sprachen dasselbe ausdrücken können beziehungsweise wie unmöglich es zuweilen ist, Sachen zu übersetzen.
Besonders interessant fand ich, dass die Guugu Yimithirr in Australien kein rechts, links, vorne und hinten kennen sondern dass sie über eine Art eingebauten Kompass stets über die Angabe von Himmelsrichtungen kommunizieren. Dass also ihre Art, Richtungen anzugeben, statt egozentrisch geozentrisch ist.

Kann dann aber auch wohl zu Problemen führen: “Dein nördlicher Schuhbändel ist auf…”

Schon Ende August gab es einen ähnlich gelagerten aber deutlich längeren Artikel von Guy Deutscher in der New York Times, in dem er die These aufstellt, dass die Sprache und die Art zu denken zusammenhängen.

Recht interessant, das alles, und macht mich neugierig auf das Buch.

Mittwoch, 22. September 2010

Wo kommen denn die Flecken her, Oskar?

kaffee_und_rotwein.jpg

Kaffee und Rotwein. Wieso?!

:-)

Sonntag, 19. September 2010

Crailsheimer Volksfest-Umzug-Sprechchöre

volksfest_umzug.jpg

Gestern, beim Anschauen vom Volksfestumzug in Crailsheim, standen wir in der Nähe einer Gruppe, die offensichtlichen richtig viel Spaß daran hatte, die Umziehenden ordentlich anzufeuern:

(Kommt der Wagen mit der Belagerung der Stadtmauer daher)
=> Sprechchor von hinten rechts: “Kämpfen, Kämpfen, Kämpfen!”

(Kommt eine große Katapult-Schleuder daher)
=> Sprechchor von hinten rechts: “Schleudern, Schleudern, Schleudern!”

(Kommt die Gruppe der Waldorf-Schule vorbei, oben im Bild)
=> Sprechchor von hinten rechts: “Tanzt euren Namen, Tanzt euren Namen, Tanzt euren Namen!”

:-)

Freitag, 17. September 2010

Mister Trouble asking for even more

Heute haben wir einen kleinen Abendspaziergang gemacht.

Bevor es losging, wollte mein Junior mit seinem brandneuen Laster (fährt sich bei hochgeklappter Ladefläche so ungefähr wie ein Bobbycar ohne Lenker) unbedingt auf die Hauptstraße fahren. Ich wollte das nicht, also hatten wir an dieser Stelle einen klassischen Interessenskonflikt, den er wiederum mit wildem Geheule quittierte.

Den Laster hat er nach ein paar Metern stehen lassen. Dafür wollte er nun in unser Zickentaxi (a.k.a Weber-Fahrradhänger) einsteigen. Gut, hab ich ihn gelassen, aber Anschnallen ist speziell bei ihm absolute Pflicht. Er wollte nicht angeschnallt werden, wie er mir lautmalerisch klar machte. Konflikt Nummer zwei, den ich einfach bis zum Spielplatz ignoriert habe.
Fahrtwind ist manchmal doch für was gut …

Auf dem Spielplatz war der Oskar dann zuerst mal auf der Rutsche. Natürlich hat er nicht auf meinen Ruf “Warte kurz, bis ich die Pfütze weggewischt habe” reagiert. Also wurde die Pfütze durch den Popo des gnädigen Herrn eliminiert beziehungsweise die noch fast frische Hose einen Schritt weiter nach vorn in Richtung Waschmaschine gebracht.
Gut, kann ja bei Anderthalbjährigen Raufbolden schon mal passieren.

Dann wollte der Junior zur Schaukel. Hier war es dann Mamas Ruf “Nein, Oskar, tritt nicht in den Matsch!”, der ungehört verhallte. Obwohl - gehört hat er das wahrscheinlich schon, aber Reaktion hat er keine gezeigt.
Wozu auch, mit einem Ziel vor Augen!

Nachdem ihn dann eine Weile später eine der Schaukel am Kopf erwischt hatte, kam er heulend auf uns zu, hat sich dann aber an uns vorbei in den Sandkasten verzogen und dort ganz schnell wieder Ruhe gegeben. Ich wollte ein Foto von seinem noch tränennassen Gesicht machen, weil ihn grade die Abendsonne so schön anstrahlte. Dummerweise hatte ich die Festbrennweite daheim und das Kit-Objektiv drauf, sodass ich immer weiter rauszoomen konnte, als er immer näher an mich ran kam.

Und schwupps — hatte ich Sand in der Mechanik.

Manchmal meine ich echt, der Kollege hat einen Kurs in “Wie bringe ich meine Eltern zur Weißglut” gemacht …

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