Eismund



Mal angenommen, man ist mit der Familie unterwegs, hat den Kids ein leckeres Bauernhofeis spendiert und die Tochter sieht nach Genuss desselben aus wie Pipi Langstrumpfs Papa. Also mit deutlich sichtbaren dunklen Stellen rings um die Mundpartie.
Was tun?
Klar, als moderne Eltern hat man ja immer Feuchttücher dabei. Nur haben die die dumme Eigenschaft, dass sie nach dem Öffnen der Packung innerhalb kürzester Zeit zu normalen Papiertaschentüchern verkommen. Freilich merkt man das erst dann, wenn kein Gewässer in der Nähe ist.
Unsere Großeltern hatten an dieser Stelle die pragmatische Lösung, kurz mal eben ins eigene (schon benutzte) Taschentuch reinzuspucken und dann das Kind mit diesem Instant-Feuchttuch abzuwatschen.
Moderne Eltern (an denen solche Methoden mitunter auch noch ausprobiert wurden) stehen diesem Gebaren typischerweise mit mehr oder weniger Ekel gegenüber.
Was also tun?
Glück hat, wer einen Emil dabei hat.
Weil dann sagt man einfach zum verschmutzten Kind: “Pust mal den Emil an!”.
Schwupps, erfolgt unabwendbar und stante pede eine überaus gründliche Gesichtsreinigung.

Die Sabberreste kann man ja dann mit dem trockenen Feuchttuch aus dem Kindergesicht wischen …

Donnerstag, 3. Oktober 2013 by Wolfram
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