Wassersparen auf Französisch



toulouse_pissoirs.jpg
Wenn man mit dem Auto durch Deutschland reist, kommt man auf den Autobahnraststätten inzwischen zwangsläufig mit den dauerwerbeberieselten SaniFair(R)-Toiletten in Berührung. Wobei ich (als Kerl halt) mich immer noch frage, ob es denn wirklich sparsamer ist, ein Urinal statt mit Wasser lieber mit Strom und Werbung zu versorgen (für die Mädels: Wenn Mann dort ins Becken pieselt, dann geht oben auf dem Becken oder auch wahlweise in der Wand eine Lampe hinter einer Werbebotschaft an).
Auch auf Flughäfen findet Mann fast immer nette kleine Einzelbecken, die mal automatisch spülen (zum Beispiel per Infrarot) und mal auch per Tastendruck zum Spülen genötigt werden.
Stets (ich hatte zumindest bisher noch nichts anderes gesehen) wird dabei ausschließlich das Becken des Pieselnden gespült.

Nicht so auf dem Flughafen von Toulouse-Blagnac (ja, genau dort, wo die riesigen A380 rumstehen!). Dort haben es Sanitärspezialisten (vermutlich ein Team, das eigens aus aller Welt eingeflogen wurde) tatsächlich geschafft, mit nur einer Handbewegung (ja, die reicht tatsächlich aus) eine ganze Reihe von Urinalen gleichzeitig zu fluten.
Das Foto zeigt den Zweierpack; ich habe aber auch 5er gesehen (die ich aus Pietätsgründen und aus Angst um meine Nase nicht geknippst habe)

Ist das nicht beachtlich?
Wir sparen hier jedes bisschen Wasser auf der Toilette, und in Toulouse läufts und läuft und läuft?
Zum selber Weiterdenken,
       Der Wolfram

Montag, 13. Oktober 2008 by Wolfram
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Hydranten-TÜV



Traditionell jedes Jahr im Oktober findet bei der Freiwilligen Feuerwehr Kreßberg der Hydranten-TÜV statt. Heuer (2008) war das am Samstag, den 4. Oktober.

Der Hydranten-TÜV sieht für Außenstehende aus, wie irgendeine Art seltsames Ritual:

Im Privatleben eigentlich halbwegs ordentlich gekleidete Menschen ziehen sich eine Uniform in irgendwelchen Leuchtfarben an (meist schrilles Orange oder dunkelblau mit ätzgelben Streifen). Sie laufen dann in Dreiergruppen umher, wobei einer ein gut zwei Meter langes Eisentrumm trägt, einer einen Eimer mit absolut undefinierbarem Inhalt und der Dritte etwas, das grob Handschellen ähnelt.
Auf einmal schreit jemand “Da is einer!”, die wackeren Mannen halten an und dann:

  • Das lange Eisentrumm wird auf einen Schachtdeckel draufgeschlagen, sodass Zuschauer den Eindruck erhalten, jemand hätte den Kirchturm in den Boden versenkt.
  • Die “Handschellen” scheinen magnetisch zu sein, denn mit ihnen hebt der nächste Feuerwehrmann den Deckel aus dem Boden (Levitation? :-))
  • Der dritte kniet sich hin und “macht irgendwas”
  • Der erste wiederum lässt mithilfe des Eisentrumms ein paar Sekunden lang Wasser aus dem Boden sprudeln, wie auch immer.
  • Dann schwebt der Schachtdeckel wieder auf das Loch im Boden.
  • Die Feuerwehrmänner gehen zum nächstgelegenen Haus und werden dort wie alte Freunde empfangen

Obskur? Definitiv.

Der Hintergrund ist weit banaler.
Nicht überallhin kann die Feuerwehr genug Wasser mitnehmen. Deshalb ist sie auf eine gute Löschwasserversorgung angewiesen. Dafür gibt es die Hydranten.
Da diese Wasserstellen sich unterhalb des Straßenniveaus befinden, kann es im Winter problematisch werden, die Deckel zu öffnen.
Leichter tut Feuerwehrmann sich im Notfall, wenn er jeweils jährlich vor dem Winter die Schachtdeckel einmal hebt, um die Funktion des Hydranten zu überprüfen, den Deckel reinigt und etwas Hydranten-Fett am Schachtrand appliziert.
Die Tradition verlangt es dabei von den Anwohnern, diesen Dienst mit einem kleinen “Aufwärmerle” zu belohnen; immerhin ist ja Herbst, und die Feuerwehrmänner frieren beim Hydranten-TÜV mitunter ganz schön.

Und so kommt es, dass sich die Menschen wenigstens einmal im Jahr mächtig über die Feuerwehrleute wundern.

Montag, 6. Oktober 2008 by Wolfram
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Viewty und QWERTZ-Tastatur



Einige Fotos vom Viewty hatte ich schon gesehen, auf denen zur Texteingabe eine QWERTZ-Tastatur abgebildet war. Nur - wie kommt man da hin?
Das Dingens bietet ja zum Beispiel beim SMSsen einige Möglichkeiten, den Text einzugeben. In klassischer Handy-Notation mit und ohne T9, als Handschrift-Notizzettel, mit zwei Handschrift-Feldern (Tipp an dieser Stelle: waagerechter Strich nach Links ist Löschen).
Wie aber kommt man an die “normale” Querformat-Tastatur?

Ganz einfach (wenn man’s weiß):
Auf das Icon mit dem Stift, der Wellenlinie und dem A drücken und dann “Tastatur” wählen…
Dann geht…
viewty_qwertz.jpg

Sonntag, 5. Oktober 2008 by Wolfram
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Videos fürs Viewty



Sehr geehrtes Publikum, sehr verehrte Damen und Herren, liebe Katzen.
Ich gestehe, ich habe es getan. Ich bin der Firma Sony-Ericsson abtrünnig geworden und habe mir ein LG KU990 Viewty angetan.
Ohne großartig zu überlegen oder vorher nachzuforschen.
Denn für einen iPhone-T-Mobile-Knebelvertrag mit monatlichem “Ich-Hab-Auch-Eins-Beitrag” bin ich irgendwie mental nicht bereit gewesen…. und auf das KP500 wollte ich nicht warten - wer weiß, wann (und ob überhaupt) das zu haben ist..
Insgesamt bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden. Es tut das, was es soll, einwandfrei; nämlich Telefonieren und SMS schreiben.
Oben drauf hat es dann noch so einige lustige Features, allen voran natürlich die neckische Bedienung über den Touch-Screen, die Möglichkeit, DIVX-Videos abzuspielen und die 120FPS-Video-Funktion.
Gegenüber meinem guten alten K800i hat das Viewty aber einige Nachteile (insbesondere in Verbindung mit meinem Maccie):

  • iSync tut nicht; Kontakte musste ich per “Kopieren auf SIM” übernehmen
  • Bei T-Mobile-Branding gibt’s exakt drei Themes; eins in Schwarz, das mit dem rosa T und eins mit Fischen
  • Die bestehenden Themes zu verändern (anscheinend die einzige Möglichkeit, hier einzugreifen) ist mir am Mac bislang nicht gelungen
  • Sehr magere Grundausstattung was Spiele (genau 0) und Klingeltöne (nur eine Handvoll) angeht; allerdings tun die meisten Java-Programme
  • WLAN fehlt

Testweise habe ich heute mal mit Hilfe von MPEG Streamclip und dem DIVX-Codec einen Wall.e-Trailer für das Teilchen kodiert; das sieht gar nicht mal übel aus.
Einfach das Quellvideo laden und Ablage -> Exportieren als AVI wählen, als Video-Codec den DivX auswählen und als Ton MP3, und los gehts. Die native Auflösung des Viewty ist übrigens 400×240; wenn man seinen Film grob in die Richtung bringt, sieht’s richtig gut aus.

Eine geniale FAQ zum Viewty gibts übrigens im Forum von Telefon-Treff.de

Meine eigenen Erkenntnisse, was Mac und/oder Viewty angeht, werde ich hier im Blog veröffentlichen.

by Wolfram
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Schöner Herbstspaziergang



Am vergangenen Sonntag waren wir schön herbstlich spazieren.
Hier geht es zur Fotogalerie.

Mittwoch, 1. Oktober 2008 by Wolfram
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