Bewerber-Vorstellung



In Kreßberg steht Ende Januar die Wahl des Bürgermeisters an, denn der Noch-Amtsinhaber hört auf.
Nun gibt es sechs Anwärter auf den Job. Schauen wir also mal in die Glaskugel, was wir da alles haben und wie das für Kreßberg performen könnte! Damit ich keine unlautere Wahlwerbung mache, und weil ich die Leute nicht wirklich kenne, verzichte ich an dieser Stelle auf die Nennung von Namen und Geschlecht. Wie bei allen Beiträgen hier ist das außerdem meine persönliche Meinung.

Als da wäre ein Bewerber, der ausgebildete Finanzfachkraft ist. Bereits erfahren in Gemeindeverwaltungsdingen, von daher könnte der bisherige Trott direkt weiterlaufen. Ob des Alters verspräche ich mir dennoch einiges an frischem Wind.

Dann haben wir einen Schreiner und Bauleiter. Ein Bauleiter muss spontane Entscheidungen fällen können; das hat freilich reichlich wenig mit Demokratie zu tun (die braucht man auf dem Bau ja auch nicht). Aber womöglich könnte dieser Bewerber mit seiner Erfahrung in Kreßberg gar neue Dinge aus Holz aufbauen? Zum Beispiel Spielplätze oder Aussichtstürme im Ruhwald oder so etwas?

Dann hätten wir einen Polizisten. Der könnte mit seiner Erfahrung in der Exekutive für mehr Zucht und Ordnung sorgen. Schließlich hat Kreßberg ja seit Jahren keinen eigenen Polizeiposten mehr. Auch die Kenntnis von Gesetzestexten könnte sich als hilfreich erweisen.

Dann hätten wir einen Konstrukteur. Das hört sich erst einmal gut an; konstruktive (Mit-)Arbeit ist in den diversen Gremien ja nicht von Nachteil. Vom Bildschirm in die bisweilen ungestümen Wogen der Gemeindepolitik zu springen, halte ich jedoch für gewagt.

Dann hätten wir einen Medienfachwirt. Der könnte beispielsweise das Kreßberg-Logo überarbeiten („Make the Krebs great again!“) und die Drucksachen neu gestalten. Der Schritt von der Leitung eines Copy-Shops zur Leitung einer Gemeinde ist aber meiner Meinung nach recht groß.

Und der Inhaber einer Fahrschule hat sich auch beworben. Der ist an sich ja auch vom Fach, denn er muss sich mit den geltenden Regeln auskennen und Menschen anleiten, die richtigen Wege einzuschlagen. Aber obwohl die StVO auch in Kreßberg Potential hat, glaube ich nicht, dass die alleine für das Bürgermeistern reichen wird.

Wie ihr merkt, halte ich alle Bewerber grundsätzlich für geeignet, die Gemeinde Kreßberg voran zu bringen! Aber ganz ehrlich: bei den meisten denke ich mir, sie sollten lieber ihren bisherigen Job behalten.

Freitag, 8. Januar 2021 by Wolfram
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