Interessante Konzepte



In einem Bericht auf Heise-Autos (jaaa, das heißt wirklich so…) wird momentan ein neues Motorenkonzept von Mazda vorgestellt. Das liest sich gar nicht mal so ganz daneben: die künftigen Mazda-Benziner sollen künftig höher verdichten und die Diesels niedriger.
Das Zauberwort heißt hier “adiabatische Verbrennung” (für Gerne-Besserwisser: ein Wikipediaartikel dazu). Darunter verstehen die Mazdaianer vereinfacht gesagt die Selbstzündung des homogen mit Gemisch gefüllten Brennraums. Der Gag dabei ist, dass die Verbrennung eben nicht wie beim normalen Benziner von außen gesteuert durch eine Zündkerze ausgelöst wird. Eine solche befindet sich prinzipbedingt nur an einer Stelle, was dazu führt, dass das Gemisch an dieser Stelle durch den Zündfunken Feuer fängt und anschließend eine Flammenfront durch den Zylinder walzt und dadurch den Kolben gen unteren Totpunkt treibt. Die “Twin-Spark”-Motoren von beispielsweise Alfa Romeo verbessern dieses Verhalten auch nur marginal.
Wenn es jedoch gelingt, den Brennraum annähernd gleichmäßig mit einem annähernd idealen Brennstoff-Luftgemisch zu befüllen und dann genügend stark verdichtet, dann explodiert das Gemisch quasi im kompletten Brennraum gleichzeitig. Das hat durch die dann niedrigere Verbrennungstemperatur Vorteile beim Verbrauch, der Leistungsentfaltung und beim Schadstoffausstoß.
Laut dem Artikel führt das bei entsprechender Weiterentwicklung sogar dazu, dass die Zylinder nicht mehr gekühlt sondern im Gegenteil sogar isoliert werden müssen.

Man darf gespannt sein, was daraus noch wird; Honda hat ja die Weiterentwicklung des ähnlich arbeitenden jedoch zweitaktenden Motors der EXP-2 leider komplett eingestellt.

Derweil fahren die Norweger dank kräftiger staatlicher Förderung bei Neufahrzeugen inzwischen nahezu komplett auf Elektrofahrzeuge ab. Im Stadtverkehr und auf Kurzstrecken mögen solche Gefährte ja durchaus ihre Vorteile haben (den Renault Tweezy finde ich da sehr genial). Aber gerade in der Stadt wird es schwierig werden, die ohnehin schon nur spärlich vorhandenen Parkplätze mit Ladestationen auszustatten.
Zugegeben, so einen Tesla Model S würde ich auch fahren wollen, allein der aktuelle Preis lässt mich zaudern …

Mal sehen, wie sich Deutschland in 10 Jahren bewegt. Mein persönlicher Tipp ist, dass es zwar mehr Elektroautos geben wird (sagenwirmal 10 bis 20%), aber der Großteil des Verkehrs immer noch irgendwas fossiles verbrennen wird.

Dienstag, 25. März 2014 by Wolfram
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